Kurdische Gemeinde: Viele fühlen sich nicht mehr sicher

Ali Ertan Toprak, Bundesvorsitzende der Kurdischen Gemeinde in Deutschland, gibt ein Statement ab. Foto: picture alliance/dpa/Archivbild
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20. Februar 2020 - 20:40 Uhr

Der Bundesvorsitzende der Kurdischen Gemeinde in Deutschland, Ali Ertan Toprak, sieht nach der Bluttat von Hanau ein zunehmendes Gefühl von Unsicherheit bei vielen Menschen mit Migrationshintergrund. "Diese Tat von Hanau hat letztendlich dazu geführt, dass die Menschen sich gar nicht mehr sicher fühlen", sagte er am Donnerstagabend im ZDF. Sie erwarteten deutliche Zeichen des Staates gegen Rechtsextremismus. "Wir müssen auch mit polizeilichen Mitteln gegen den Rechtsextremismus in unserem Land vorgehen.

Bei der Gewalttat in Hanau hatte ein Mann zehn Menschen getötet. Stunden nach dem Verbrechen an zwei unterschiedlichen Tatorten mit neun Toten entdeckte die Polizei die Leiche des mutmaßlichen Todesschützen in seiner Wohnung in Hanau. Dort fanden Spezialkräfte auch die tote Mutter des Mannes. Noch in der Nacht übernahm der Generalbundesanwalt die Ermittlungen wegen Terrorverdachts.

Quelle: DPA