Kunstinstallation in Limburg: "Mahnmal" der Corona-Krise

Dennis Josef Meseg neben den Schaufensterpuppen auf der alten Lahnbrücke. Foto: Andreas Arnold/dpa
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21. Juni 2020 - 11:21 Uhr

Mehr als 100 mit rotem Flatterband umwickelte Schaufensterpuppen sollen am Sonntag in Limburg auf die Corona-Krise und die damit einhergehenden gesellschaftlichen Veränderungen aufmerksam machen. "Es ist ein Mahnmal inspiriert durch die Corona-Krise", sagte der Künstler Dennis Josef Meseg zu seiner Installation. "Vor allem soll es zu mehr Achtsamkeit der Menschen führen."

Bereits am Sonntagmorgen baute Mesegs Team die Installation mit dem Titel "It is like it is" (deutsch: "Es ist, wie es ist") auf der Lahnbrücke auf. Zwei Stunden später zogen die 111 Puppen auf den Domplatz. "Durch das Herumstehen der Schaufensterpuppen wird auch der Stillstand der Gesellschaft deutlich", sagte Meseg. Die ausgestellten Schaufensterpuppen seien zu Beginn des Jahres noch in den Auslagen der Geschäfte zu sehen gewesen. Viele Geschäfte mussten jedoch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie eine Zeit lang schließen, teilte die Stadt Limburg mit. Fehlende Gliedmaße der Puppen stünden symbolisch für die Beschneidung der Grundrechte während der Pandemie.

Die ersten Reaktionen in Limburg seien "durch die Bank positiv", sagte Meseg am Sonntagvormittag. In anderen Städten hätte er auch schon andere Reaktionen erlebt, einmal seien die Puppen umgestoßen worden. Die Installation war nach Angaben der Stadt Limburg bereits unter anderem in Berlin, Köln, Hamburg, Stuttgart und Wolfsburg zu sehen.

Quelle: DPA