Kultusministerkonferenz hat beschlossen

Abiturprüfungen finden wie geplant statt

Abiturprüfungen finden statt.
© dpa, Roland Weihrauch, dt_rh

25. März 2020 - 16:22 Uhr

Dr. Stefanie Hubig: "Werden in diesem Schuljahr auf die zentralen Elemente verzichten"

Die Schulabschlussprüfungen in Deutschland sollen trotz Corona-Krise nach jetzigem Stand weiterhin stattfinden. Darauf haben sich die Kultusminister der Länder am Mittwoch in einer Schaltkonferenz geeinigt. Wie die Kultusministerkonferenz (KMK) nach dem Gespräch mitteilte, vereinbarten die Länder, dass "zum heutigen Zeitpunkt" eine Absage von Prüfungen nicht notwendig sei. In einem Facebook-Livestream nimmt die KMK-Präsidentin, Ministerin Dr. Stefanie Hubig, zu den Ergebnissen der Telefonschalte zur Durchführung des Abiturs 2020 Stellung.

Länder sind sich einig

"Alle 16 Länder haben sich einstimmig darauf geeinigt, dass die Abiturprüfungen stattfinden werden. Uns ist wichtig, dass unsere Schülerinnen und Schüler keine Nachteile durch diese Situation haben. Und wir wollen, dass alle ihre Abschlüsse erwerben können", stellt Hubig klar. Insbesondere schriftliche Abiturprüfungen sollen zu geplanten Zeitpunkten bzw. zu den jeweiligen Nachterminen stattfinden. Außerdem können Prüfungen in geschlossenen Schulen stattfinden, sofern ausreichender Infektionsschutz gewährleistet sei.

"Die Länder können ausnahmsweise auf zentrale Elemente aus dem Abituraufgabenpool verzichten und diese durch dezentrale Elemente ersetzen. Dadurch, dass sich die Prüfungen zum Teil verschoben haben, (Bayern, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern) können diese zentralen Elemente nicht mehr zum gleichen Zeitpunkt in den Ländern, die die gleichen Elemente haben, abgeprüft werden. Deshalb werden wir in diesem Schuljahr auf die zentralen Elemente verzichten - soweit das ein Land für sich entscheidet", kündigt Hubig an.

Schülerinnen und Schüler brauchen Planungssicherheit

Schleswig-Holstein war zuvor von seinen Plänen abgerückt, die Schulabschlussprüfungen in diesem Schuljahr wegen der Corona-Krise ausfallen zu lassen. Für das Vorhaben soll es nach Angaben aus Teilnehmerkreisen in der KMK-Schaltkonferenz deutliche Kritik von fast allen Ländern gegeben haben. Die Präsidentin der Ministerkonferenz und rheinland-pfälzische Ressortchefin, Stefanie Hubig (SPD), sagte laut einer Mitteilung nach dem Gespräch, man habe nun klare Vorgaben für die Schülerinnen und Schüler. "Für sie ist es besonders wichtig, dass sie jetzt Planungssicherheit haben, gleichzeitig steht ihre Gesundheit für uns an erster Stelle."

Bekräftigt habe die KMK ferner ihren Beschluss vom 12. März, wonach die Länder die erreichten Abschlüsse dieses Schuljahres auf der Basis gemeinsamer Regelungen gegenseitig anerkennen werden. Den Schülern sollen keinerlei Nachteile aus der jetzigen Ausnahmesituation entstehen. In Hessen und Rheinland-Pfalz finden momentan Abiturprüfungen unter strengen Hygienevorschriften weiterhin statt. Andere Länder haben das Abi und andere Schulabschlussprüfungen verschoben.