"Ländervereinbarung" beschlossen

Kultusminister vereinbaren Plan für mehr Einheitlichkeit der Bildung

Dr. Stefanie Hubig, Ministerin für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz, Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), D
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15. Oktober 2020 - 20:47 Uhr

Ministerinnen und Minister der 16 Länder trafen sich in Videokonferenz

Die Kultusminister der Länder haben sich nach jahrelangen Verhandlungen auf einen Vertrag für eine bessere Zusammenarbeit im deutschen Bildungssystem mit einheitlicheren Linien verständigt. Die Ministerinnen und Minister der 16 Länder beschlossen eine entsprechende "Ländervereinbarung" am Donnerstag bei einer Videokonferenz.

„Hamburger Abkommen“ wird abgelöst

Das Papier soll das 56 Jahre alte "Hamburger Abkommen" zur "Vereinheitlichung auf dem Gebiete des Schulwesens" ablösen und beschreibt Grundsätze und Ziele der Zusammenarbeit. Es soll in den kommenden Jahren zu mehr Vergleichbarkeit bei der Schulausbildung und bei den Abschlüssen führen. "Im Hamburger Abkommen" waren unter anderem gemeinsame Regeln der Länder zur gegenseitigen Anerkennung von Schulabschlüssen, zu Schulferien, den Schularten und der Anerkennung von Lehramtsabschlüssen festgelegt.

In der neuen Vereinbarung sichern sich die Länder unter anderem zu, "durch geeignete Maßnahmen" dafür zu sorgen, dass Schüler bei einem länderübergreifenden Schulwechsel "ihre Bildungslaufbahn bruchlos fortsetzen können". Geprüft werden soll auch eine Angleichung der verschiedenen Schulbezeichnungen im Sekundarbereich I. Da gibt es mit Realschule, Hauptschule, Oberschule oder anderen Bezeichnungen eine Vielzahl an Namen in den verschiedenen Ländern. Beim Abitur wollen sich die Länder verpflichten, 2023 die Hälfte aller schriftlichen Aufgaben in den Kernfächern aus einem gemeinsamen, länderübergreifenden Aufgabenpool zu entnehmen.

Eingerichtet werden soll außerdem eine "Ständige wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz". Dieses in früheren Planungen auch "Bildungsrat" genannte Gremium, soll die Länder in Fragen der Weiterentwicklung des Bildungswesens unter anderem mit Blick auf die Vergleichbarkeit beraten.

Quelle:dpa

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