Kultusminister Tonne ebenfalls für allgemeine Impfpflicht

Grant Hendrik Tonne (SPD), Kultusminister Niedersachsen, schaut nach vorne. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild
Grant Hendrik Tonne (SPD), Kultusminister Niedersachsen, schaut nach vorne. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild
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02. Dezember 2021 - 6:51 Uhr

Hannover (dpa/lni) - Nach Ministerpräsident Stephan Weil fordert auch Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (beide SPD) eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus. "Wir müssen ganz nüchtern feststellen, dass der Impffortschritt nicht zufriedenstellend ist. Wenn wir raus wollen aus dem Hin und Her von Lockdown-Debatten und Lockerungsforderungen, dann müssen sich deutlich mehr Menschen impfen lassen", sagte Tonne der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

Bei dem harten Kern von Impfverweigerern habe das ganze Werben, Bitten, Appellieren, Anbieten und Informieren offensichtlich nicht gefruchtet. "Diese Erkenntnis ist bitter, beschreibt aber die Realität. Das ist besonders betrüblich, weil in dieser Pandemie mit ihren Einschränkungen vor allem die Kinder und Jugendlichen leiden." Die Einschnitte bei Schule und Kita hätten tiefe Spuren hinterlassen. Das dürfe nicht noch einmal passieren. Schulen und Kitas müssten grundsätzlich offenbleiben.

"Deshalb halte ich nach aller Güterabwägung die allgemeine Impfpflicht für unumgänglich. Zumal wir bei der Impfpflicht nicht über einen Impfzwang sprechen. Das wird in der Debatte oftmals vermengt und fälschlicherweise gleichgesetzt." Daher sei es richtig, konsequent und logisch, dass die allgemeine Impfpflicht auf den Weg gebracht werde. Damit sei die Gesellschaft besser gegen weitere Corona-Wellen gewappnet. "Es ist gut, dass Olaf Scholz und die kommende Ampel das Thema angepackt und auf die Agenda gesetzt haben."

Schülerinnen und Schüler können im Bundesland derzeit angesichts der verschärften Corona-Lage dennoch weiterhin in der Regel zur Schule gehen. Wer nicht vollständig gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Covid-19-Infektion genesen ist, muss sich dreimal wöchentlich testen - in der Regel montags, mittwochs und freitags.

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Quelle: DPA