20. Januar 2017 - 15:02 Uhr

Egal ob in Pillenform, als Brausetabletten oder Pulver - jeder dritte Deutsche greift zu Nahrungsergänzungsmitteln. Im letzten Jahr wurden für die Fitmacher hierzulande rund eine Milliarde Euro ausgegeben. Und warum auch nicht? Die Mittelchen versprechen uns schließlich, gesünder und vitaler zu werden. Doch ist das wirklich die ganze Wahrheit?

Präparate sind oftmals überdosiert

Gerade im Winter sind die Produkte aus Apotheke und Drogerie beliebt. Denn die darin enthaltenen Vitamine sollen uns vor Krankheit schützen. Über Risiken und Nebenwirkungen der Mittel sind allerdings die wenigsten informiert. Und das kann fatale Folgen haben, da manche der Nahrungsergänzungsmittel sogar gesundheitsschädlich sein können.

Bei einem Test mit verschiedenen Magnesiumpräparaten kam heraus, dass viele der Produkte schlichtweg überdosiert sind. Während zur Einnahme nicht mehr als 250 Milligramm empfehlenswert sind, fanden die Prüfer in einem Mittel aus der Apotheke über 1000 Milligramm - das Vierfache der empfohlenen Menge.

Auch einige Zink- und Vitaminpräparate entpuppten sich im Test als überdosiert - und das ist keinesfalls ungefährlich. Bei einer solch hohen Konzentration der Stoffe ist eine abführende Wirkung wie Durchfall nur das geringste Übel. Viel gefährlicher kann es hier für die Entgiftungsorgane unseres Körpers werden. Da die überdosierten Nährstoffe den Körper wieder verlassen müssen, arbeiten Leber und Niere auf Hochtouren und können so langfristig Schaden nehmen.

Nahrungsergänzungsmittel unterliegen keiner behördlichen Kontrolle

Bisher ist es so, dass die Nahrungsergänzungsmittel lediglich angemeldet werden müssen. Die tatsächlichen Inhaltsstoffe und deren Dosierung werden von keiner staatlichen Behörde genehmigt oder kontrolliert.

Grundsätzlich sind die Mittel nur für bestimmte Personengruppen sinnvoll. Etwa Folsäure für schwangere Frauen oder Vitamin D für Babys. Andere Menschen hingegen, die sich mit herkömmlichen Lebensmitteln gesund ernähren, brauchen die Nahrungsergänzungsmittel in der Regel nicht. Der Griff zum vitaminreichen Obstkorb ist hier oftmals die bessere Wahl.

WEB-TIPP: Auf der Internet-Seite "Klartext Nahrungsergänzung" können Sie sich zuverlässig und unabhängig über die Mittel und ihre Wirkung und Risiken informieren!