Juso-Chef bei "ntv-Frühstart"

Kühnert über Walter-Borjans und Esken: "Das braucht die SPD jetzt"

13. September 2019 - 11:21 Uhr

SPD-Kandidatenrennen: Jusos unterstützen Esken und Walter-Borjans

Die SPD-Nachwuchsorganisation Jusos wirbt offensiv für das Kandidatenpaar Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken als neue SPD-Parteivorsitzende. "Die stehen beide für eine glaubwürdige Politik, weil sie nicht nur behaupten, etwas anders zu machen, sondern jeweils schon unter Beweis gestellt haben, dass sie es auch unter Druck und in der Verantwortung tatsächlich tun. Das braucht die SPD jetzt", sagte der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert am Freitag der RTL/n-tv-Sendung "Frühstart", in der wochentags Politiker und Experten zu Wort kommen. Am Vortag hatte sich der Bundesvorstand der Jusos Kühnert zufolge "einstimmig" für Walter-Borjans und Esken ausgesprochen.

Kühnert: Duo erreicht auch jüngere Menschen

Das Kandidatenpaar erreiche trotz seines Lebensalters auch jüngere Menschen, sagte Kühnert. Für Esken spreche, dass sie "eine Digitalpolitikerin ist, die an unserer Seite gegen Uploadfilter und Artikel 13 und für die Freiheit im Netz gekämpft hat", sagte Kühnert. "Und bei Herrn Walter-Borjans geht es um die Steuer-CDs, die er damals als nordrhein-westfälischer Finanzminister angekauft und dem Staat Steuern dadurch gesichert hat."

Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken
Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken auf der SPD-Regionalkonferenz in Saarbrücken.
© dpa, Uwe Anspach, ua fdt

Kühnert betonte, dass die Neubesetzung des Parteivorsitzes unabhängig von der Entscheidung über die Fortsetzung der Großen Koalition sei. "Man kann auch nur jedem, der kandidiert, empfehlen, flexibel zu sein", sagte Kühnert. Als Prüfsteine für eine Fortsetzung der Regierung mit CDU und CSU nannte Kühnert die Verabschiedung eines Klimaschutzgesetzes im laufenden Jahr, Verbesserungen für Auszubildende sowie eine Einigung bei der Grundrente. Zudem brauche die Bundesregierung eine Agenda für die verbleibende Legislaturperiode. "Eine Koalition, die nur noch zwei Jahre Problemberge vor sich her wälzt, ist keine, die man braucht."

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