Aufsteiger Köln machte BVB das Leben schwer

Kritische Töne von Marco Reus nach zweitem Dortmunder Sieg

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24. August 2019 - 12:52 Uhr

Viel Sand im Getriebe gegen tapfer kämpfende Kölner

Trotz des 3:1 von Borussia Dortmund beim 1. FC Köln zum Auftakt des 2. Spieltages der Bundesliga ist beim Vizemeister eher Ernüchterung eingekehrt, denn ein weiterer Euphorie-Schub. Was der BVB beim Aufsteiger über rund 70 Minuten ablieferte, war nicht das Schwarz-Gelbe vom Ei. Kapitän Marco Reus legte nach dem Arbeitssieg den Finger in die offene Wunde.

"Noch lange nicht da, wo wir hinwollen"

"Wenn wir uns das am Dienstag nochmal ansehen, werden wir uns in den Arsch beißen", sagte Reus mit bangem Blick auf das Videostudium der ersten Halbzeit: "Wir haben sechs Punkte, aber noch viel Luft nach oben. Wir sind noch lange nicht da, wo wir uns sehen und wo wir hinwollen."

Dabei bewies Dortmund zumindest wieder Comeback-Mentalität. Nachdem die Borussen in der vergangenen Saison fünf Spiele nach Rückstand gewannen - so viele wie kein anderes Team - klappte es in dieser Spielzeit schon zum zweiten Mal. "Es ist ein gutes Gefühl, in der zweiten Halbzeit immer noch eine Schippe drauflegen zu können", so der Kapitän, der aber genau weiß, dass das nur die halbe Wahrheit ist.

Ohne Kampf und Leidenschaft geht es nicht

"Wir dürfen nicht denken, dass jetzt alles so geht", sagte Reus und schnippte mit den Fingern, "nur weil wir so tolle Qualitätsspieler dazubekommen haben. Nur spielerisch wird's nicht funktionieren." Kampf, Leidenschaft, Wille - alles kam am Freitagabend spät, sehr spät, und doch noch gerade früh genug.