Kritik an Sterbehilfe-Verein

04. Februar 2014 - 21:56 Uhr

Der Verein Sterbehilfe Deutschland prüft bei seinen Mitgliedern eine Hilfe zur Selbsttötung unterschiedlich schnell - abhängig von der Beitragshöhe. Bei dem Verein um den früheren Hamburger Justizsenator Roger Kusch gibt es nach einer Satzungsänderung vier Gruppen von Mitgliedern, wie Kusch bestätigte.

Bei der günstigsten Variante zahlen die Mitglieder demnach 50 Euro pro Jahr, erhalten aber keine Suizid-Begleitung. Wer dagegen einen einmaligen Beitrag von 7.000 Euro leistet, bei dem entfällt die Wartefrist für die Prüfung bei der Beihilfe für die Selbsttötung. Kusch begründete die Satzungsänderung mit einer "Abstufung nach Aufwand, den die Mitglieder bei uns auslösen". Auch die Zahlung von 7.000 Euro bedeute lediglich, dass der Verein schnell zur Stelle sei, um die Hilfe zur Selbsttötung zu prüfen - "aber es ist nicht das Versprechen, dafür Sterbehilfe einzukaufen". Nach Kuschs Angaben hat der Verein Sterbehilfe Deutschland etwa 450 bis 500 Mitglieder.