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"Es ist ein einziges Chaos" - Kritik an Spahns Impfstrategie wächst

Kubicki: Presse macht sich weltweit über Deutschland lustig

05. März 2021 - 23:43 Uhr

Kritik an Spahn wächst

Vieles läuft in der Pandemiebewältigung aktuell nicht nach Plan. Zu wenig Impfstoff, zu spät bestellte Schnelltests und keine durchstrukturierte Impfstrategie. Der Stein des Anstoßes ist Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Immer mehr Stimmen werden laut, wie lange ein solches Management für die CDU noch tragbar ist. Die Opposition hat da eine klare Meinung: "Es ist ein einziges Chaos", sagte der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki im RTL-Interview, welches Sie oben im Video sehen können. Die ausländische Presse mache sich weltweit über Deutschland lustig, über das Land, das sonst als so strukturiert und organisiert gelte.

Und auch die Mehrheit der Deutschen steht nicht mehr hinter Spahn.


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Göring-Eckardt: Arbeit der Bundesregierung ist "ungenügend"

Im März 2020 war Bundesgesundheitsminister Jens Spahn der gefeierte Krisenmanager in der Corona-Pandemie. Die "ZEIT" schrieb sogar von "Deutschlands Krisen-Dreamteam" zusammen mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Jetzt – genau ein Jahr später - bröckelt dieser Heldenstatus.

Auch die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, stellt Spahn ein vernichtendes Zeugnis aus. Angesprochen darauf, welche Schulnote sie Spahn geben würde, sagte sie: "Am Angang konnte man schon sagen, war es ein gut. Jetzt aber geht es über befriedigend zu ungenügend", so Göring-Eckardt im RTL-Interview. Es sei aber nicht nur Herrn Spahn allein. Vor allem die Kombination der Entscheider führe zu unheimlich viel Frust, so die Grünen-Politikerin.

Jeder Vierte findet Spahns Arbeit schlecht

Frust und Ernüchterung, die sich auch an Umfragewerten ablesen lassen. Denn auch den Deutschen sind die Misserfolge offenbar nicht verborgen geblieben, denn sie stellen Jens Spahn ein deutlich schlechteres Zeugnis aus, als noch zu Beginn der Pandemie.

Noch vor einem Jahr war die Mehrheit der Deutschen mit Spahns Arbeit in der Corona-Krise zufrieden (47 Prozent) oder sogar sehr zufrieden (8 Prozent). Heute ist das anders. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL zeigt, in welch schlechter Gunst der Bundesgesundheitsminister aktuell steht. Jeder Dritte Deutsche (33 Prozent) bewertet Spahns Arbeit als weniger gut, mehr als jeder Vierte sogar als schlecht (26 Prozent).

Besonders vernichtend fällt Spahns Bewertung bei den Anhängern von FDP und AfD aus. 44 Prozent der Liberalen beurteilen seine Arbeit als schlecht. Bei den Anhängern der AfD sind es sogar 84 Prozent.

Ein ähnliches Misstrauen bringen die Deutschen aber auch der gesamten Politik entgegen. Hatten im April 2020 noch 47 Prozent großes Vertrauen in die Arbeit der Bundes- und Landesregierungen, hat jetzt mehr als jeder Dritte kein Vertrauen mehr in das Krisenmanagement der Politik.

Das ist auch noch mal ein deutlicher Anstieg zur letzten Umfrage aus dem Januar. Damals hatten immerhin noch 26 Prozent großes Vertrauen in die Politik, heute sind es nur noch 15 Prozent.

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