Krise lässt Spaniens Bevölkerung schrumpfen

13. Februar 2016 - 12:50 Uhr

Immer mehr Einwohner Spaniens kehren dem Land den Rücken. Wirtschaftskrise und hohe Arbeitslosigkeit lassen die Bevölkerung auf der iberischen Halbinsel schrumpfen. Nach Angaben des nationalen statistischen Instituts fiel die Einwohnerzahl zum ersten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen 1857 - auch wenn bis 1998 die Zahlen nicht jährlich, sondern in Dekaden veröffentlicht wurden. Die Bevölkerung sank 2012 um rund 206.000 auf 47,1 Millionen Einwohner. Insbesondere Immigranten aus Südamerika verließen das krisengeschüttelte Land, teilte das Institut mit.

Die strikten Sparprogramme zum Ausgleich des defizitären Haushalts belasten die Wirtschaft stark. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 26 Prozent und ist damit eine der höchsten im Euro-Raum. Nicht nur Immigranten sehen keine Zukunft auf der Halbinsel und kehren in ihre Heimat zurück. Auch immer mehr spanische Bürger wandern aus in der Hoffnung auf Arbeit im Ausland. Bei einer Jugendarbeitslosigkeit von mehr als 50 Prozent sind besonders junge Spanier betroffen.