Krise: Bund kassiert 15 Milliarden

13. Februar 2016 - 12:50 Uhr

Die Bundesregierung profitiert in der Euro-Staatschuldenkrise mit mindestens 15 Milliarden Euro von ihrem Status als sicherer Hafen für Geldanleger. Nach Berechnung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) spart der Bund mindestens diese Summe bis 2023 an Zinskosten ein, weil Investoren ihr Geld wegen der Krise in als sicher geltende deutsche Staatsanleihen investieren. Nach den IfW-Angaben wird die "Krisen-Rendite" weiter steigen, wenn die Niedrigzinsphase anhält.

IfW-Experte Jens Boysen-Hogrefe sagte, allein 2013 liege die Ersparnis durch den "Sicherer-Hafen-Effekt" bei ungefähr zwei Milliarden Euro. Die Zinsersparnis spielt eine wichtige Rolle bei der Konsolidierung des Bundeshaushaltes. International wird Deutschland immer wieder vorgeworfen, Krisenländern wie Griechenland harte Sparauflagen zu diktieren, selbst aber zu den Profiteuren der Krise zu gehören.