Kriminelle schicken gefährlichen Trojaner per SMS in Umlauf

So sieht die sogar personalisierte Trojaner-SMS der Kriminellen aus.
So sieht die sogar personalisierte Trojaner-SMS der Kriminellen aus.
© LKA Mecklenburg-Vorpommern

31. Juli 2014 - 15:29 Uhr

Angeblich DHL-Paket verfolgen

Wer Smartphone-Besitzer und Android-Nutzer ist, sollte jetzt gehörig aufpassen: Per SMS verbreiten Kriminelle einen Link mit einem Trojaner. Klickt man den Link an und installiert wie gefordert eine App, ist der Schaden groß. Über das dann infizierte Smartphone werden teure kostenpflichtige Abonnements heruntergeladen, die zu einer hohen Handyrechnung führen.

Zudem wird auf die Kontakte aus dem Telefonbuch zugegriffen, die dann ebenfalls die gefährliche SMS mit der Schadsoftware erhalten. Bundesweit erhalten so immer mehr Mobilfunknutzer die Nachricht. Die im schlechten Deutsch formulierte Kurznachricht enthält eine angebliche Sendeverfolgung über ein vom Handy-Nutzer bestelltes DHL-Paket.

Das Landeskriminalamt (LKA) Mecklenburg-Vorpommern berichtet weiterhin von vielen eingehenden Anzeigen, die diese SMS-Falle betreffen. Die Täter sollen nun ausfindig gemacht werden. Problematisch ist, dass diese sich für die Smartphone-Angriffe nicht unbedingt in Deutschland aufhalten müssen, sondern überall auf der Welt operieren könnten. "Das macht die Strafverfolgung natürlich schwer", sagt Polizeisprecherin Synke Kern vom LKA Mecklenburg-Vorpommern.

"Das LKA Mecklenburg-Vorpommern hat für den konkreten Fall IT-Experten eingekauft, die Hinweise zu den Tätern sammeln sollen", so Kern zu RTLaktuell.de. Die Polizei rät Betroffenen, den Link in der SMS nicht anzuklicken und den Erhalt der Trojaner-SMS zur Anzeige zu bringen. Falls es zur Infizierung des Handys mit dem Trojaner gekommen ist, sollte unbedingt ein Fachmann kontaktiert werden. Zur Schadensbegrenzung kann es helfen, das Handy auszuschalten und den Akku zu entfernen.