Kriegswaffen sichergestellt: Zwei Festnahmen im Ruhrgebiet

Zwei männliche Hände sind in Polizeihandschellen gefesselt. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild
Zwei männliche Hände sind in Polizeihandschellen gefesselt. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild
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11. Juni 2021 - 10:09 Uhr

Essen (dpa/lnw) - Ermittler haben im Ruhrgebiet bei zwei Verdächtigen Waffen - darunter auch Kriegswaffen - und reichlich Munition sichergestellt. Die beiden Männer wurden festgenommen, einer kam in Untersuchungshaft, wie das Zollfahndungsamt Essen am Freitag mitteilte. Bereits am 20. Mai habe man die Verdächtigen in Marl gestellt.

Ermittler hatten einen der beiden, einen 60-Jährigen aus Wetter an der Ruhr, ursprünglich wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ins Visier genommen. Dabei waren sie auf seine Pläne gestoßen, sich eine Waffe samt Munition zu beschaffen. Vermitteln sollte das Geschäft ein 55-Jähriger aus Sprockhövel im Ennepe-Ruhr-Kreis.

Bei dem 60-Jährigen fanden die Beamten dann im Kofferraum seines Fahrzeugs ein Sturmgewehr, das als Kriegswaffe eingestuft wurde. Außerdem Munition. Auch der 55-Jährige wurde wegen des Verdachtes des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorläufig festgenommen. Die Wohnungen der beiden Männer wurden durchsucht. Bei dem 55-Jährigen fanden sich ein weiteres Sturmgewehr, passende Munition, Pistolen, Ampullen mit Testosteron und rund 10.000 Euro Bargeld.

Das Amtsgericht Marl hatte Untersuchungshaft angeordnet. Der Haftbefehl gegen den 55-Jährigen sei am Dienstag aber außer Vollzug gesetzt worden.

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Quelle: DPA

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