2018 M08 18 - 11:00 Uhr

Dollarscheine brennen, iPhones werden zerstört

Im Krieg um Strafzölle zwischen Donald Trump und Recep Tayyip Erdogan geht es in die nächste Runde: Der türkische Präsident fordert von seinen Landsleuten Nationalismus ein – auch mit abstrusen Aufrufen, Dollarscheine zu verbrennen und iPhones zu zerstören. Seine treuen Anhänger folgen, kippen sogar Cola in die Toilette im Kampf gegen das gemeinsame Feindbild USA.

US-Pastor bleibt in türkischer Haft

Mit seinen Strafzöllen hat US-Präsident Donald Trump die Währungskrise weiter verschärft, um Druck auf die Freilassung des US-Pastors Andrew Brunson zu machen, der wegen Terrorvorwürfen in der Türkei festgehalten wird. "Wir werden nichts für die Freilassung dieses unschuldigen Mannes bezahlen, doch wir werden der Türkei weiter zusetzen", schreibt Trump auf Twitter.

Erdogan spricht hingegen von einem Handelskrieg. Und reagiert selbst mit Gegenzöllen: Bis zu 140 Prozent Aufschlag gibt es für amerikanische Produkte. Dass die Krise hausgemacht ist, sich schon lange vor den Strafzöllen angebahnt hat, davon spricht in der Türkei fast niemand. Wer über die wahren Probleme schreibt, dem drohen harte Strafen.

Sehen Sie im Video oben die aufgebrachten Erdogan-Anhänger, wie sie US-Produkte vernichten.

Was bedeutet die Lira-Krise für uns?

Die türkische Wirtschaftskrise verschärft sich immer weiter, doch was heißt der freie Fall der türkischen Währung Lira für Deutsche? Wer nicht "all inclusive" bucht, der spart an jeder Ecke. Denn 1 Euro kostet inzwischen fast 8 Lira, das ist fast doppelt so viel wie noch vor einem Jahr. Shoppen, essen und trinken - das alles ist derzeit ein Schnäppchen in der Türkei.