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Krieg in der Ost-Ukraine: "Warum werden unsere Kinder getötet und unsere Häuser zerbombt?"

Krieg in der Ost-Ukraine: "Warum werden unsere Kinder getötet und unsere Häuser zerbombt?"

RTL-Reporter Dirk Emmerich berichtet aus Donezk

Der Konflikt im Osten der Ukraine schwelt unvermindert weiter, viele Beobachter sprechen längst von Krieg. Nicht mal auf eine Feuerpause können sich Kiew und die Separatisten verständigen. Der Westen reagiert zunehmend planloser: So wurde in den USA offen über Waffenlieferungen an die Ukraine gesprochen. Später verwarf das Weiße Haus diesen Gedanken wieder – aus gutem Grund: Dies wäre Löschen mit Benzin, so Kritiker.

Krieg in der Ost-Ukraine: "Warum werden unsere Kinder getötet und unsere Häuser zerbombt?"
Die Kriegsfolgen in der Ost-Ukraine sind überall sichtbar.
dpa, James Sprankle

Unterdessen steigt die Zahl der zivilen Opfer in der Krisenregion. RTL-Reporter Dirk Emmerich hat mit Menschen gesprochen, die ihre Angehörigen verloren haben. "Warum werden unsere Kinder getötet und unsere Häuser zerbombt?", fragt eine Frau. "Wir haben doch niemandem etwas getan."

Ein Arzt im Krankenhaus sagt ihm: "Uns fehlt es inzwischen an fast allem. Medikamente, Verbandsmaterial. Ohne Unterstützung vom Roten Kreuz und Ärzte ohne Grenzen hätten wir hier längst eine Katastrophe." Der Konflikt tobt seit Monaten, doch eines hat sich geändert: Alle Opfer sind Zivilisten. "Das ist neu, vor ein paar Wochen wurden hier vor allem Kämpfer der Separatisten eingeliefert."

Der Osten der Ukraine brennt, eine Lösung der Probleme ist weit und breit nicht in Sicht. Die Menschen sind weiter auf humanitäre Hilfe angewiesen. Dies zeigt die Reportage unseres Reporters.