Kreise: Deutsche Börse klagt gegen Fusionsverbot

13. Februar 2016 - 12:38 Uhr

Die Deutsche Börse wird nach gegen das Brüsseler Nein zur Fusion mit der New Yorker NYSE Euronext klagen. Der Aufsichtsrat des Frankfurter Dax-Konzerns sprach sich für juristische Schritte gegen das Veto der EU-Kommission aus. "Eine Klage wird es geben, das ist jetzt entschieden", sagten zwei Insider. Eine Bestätigung des Unternehmens gab es zunächst nicht.

Die Wettbewerbshüter hatten die Megafusion Anfang Februar aus Sorge vor einem Quasi-Monopolisten im besonders lukrativen Handel mit Derivaten in Europa verboten. Der Deutschen Börse geht es den Kreisen zufolge nicht darum, den Zusammenschluss mit der NYSE mit Hilfe eines günstigen Urteils des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zu retten. Vielmehr sollen die Richter die aus Sicht der Börse falsche Marktdefinition prüfen. Auch Schadenersatzforderungen stehen im Raum.