Krebs: Todkranker Papa zieht Weihnachten vor, um wenigstens einmal mit seinem Baby zu feiern

23. November 2016 - 16:29 Uhr

Jay Clark und seine Familie haben Weihnachten gut einen Monat zu früh gefeiert. Der 41-Jährige hat Bauchspeicheldrüsenkrebs, der bereits Metastasen gebildet hat und wird das Fest vielleicht nicht mehr feiern können. Er wollte aber diesen besonderen Moment zumindest einmal mit seinem zehn Monate alten Sohn Maxie erleben.

"Der Tag heute musste so toll wie möglich werden, weil Maxie noch so jung ist. Die Bilder sind Erinnerungen, die für immer bleiben werden", sagte Jay dem 'Mirror'. "Und wenn er das hier eines Tages liest, hoffe ich, dass er ein glückliches Leben gelebt hat und ich hoffe, dass er von Daddys Erfahrungen gelernt hat, wie man etwa mit Unglück im Leben umgeht."

Die Schwangerschaft von Jays Frau Caroline war wie ein Wunder für das Paar. Mehrere künstliche Befruchtungen hatten keinen Erfolg und eigentlich hatten sie die Hoffnung bereits aufgegeben, als es doch noch klappte. Doch als Caroline im siebten Monat war, musste Jay wegen starker Bauchschmerzen ins Krankenhaus. Dort wurde ein Tumor an der Bauchspeicheldrüse festgestellt. Eine Chemotherapie war nur kurz erfolgreich - kurz nach Maxies Geburt kam der Krebs aggressiver denn je zurück. "Es war so grausam", so Caroline. "Wir weinten. Aber wir versuchten, stark zu bleiben. Mit einem Neugeborenen ist das die einzige Möglichkeit."

Um die kurze Zeit, die ihm noch bleibt, so gut es geht mit seinem Sohn genießen zu können, entschied sich Jay dagegen, die Behandlung fortzusetzen und zählt jeden Tag, der ihm noch bleibt. Und so taten Jay und seine Ehefrau alles, um ein tolles Weihnachten zu feiern - inklusive Weihnachtsmann, Kunstschnee und Geschenken. "Auf das vorgezogene Weihnachtsfest konnten wir uns freuen. Ich habe es fast nicht geschafft. Letzte Nacht hatte ich solche Schmerzen, dass Caroline mir Morphium geben musste", erzählt er. 

Maxie halte ihn am Leben. "Er ist auf so vielen Wegen ein kleines Wunder. Jeder von uns kann Krebs bekommen. Der Unterschied ist, dass ich den Luxus habe, ungefähr zu wissen, wann ich sterben werde und wie. Und das gibt mir Zeit, mich vorzubereiten."

Jay hat bereits Karten geschrieben, die Maxie im Laufe seines Lebens öffnen soll. So kann er zumindest auf diese besondere Art immer für seinen Jungen da sein.