Krebsfrüherkennung dank elektronischer Nase: Britische Ärzte testen neue 'Wunderwaffe'

02. August 2015 - 19:36 Uhr

Neues Gerät könnte Tausende Leben retten

Krebs erkennen dank einer schnellen Untersuchung der Atemluft: Bislang gelang dies nur mithilfe von hochtalentierten Hunden. Nun aber wollen britische Wissenschaftler dasselbe mit einer eigens entwickelten, elektronischen Nase schaffen. Dabei soll ein hochempfindlicher Sensor eine schnelle und unkomplizierte Früherkennung ermöglichen.

Ursprünglich wurde jenes Gerät entwickelt, um bei Kontrollen an Flughäfen Sprengstoff aufzuspüren. Nun testet ein Ärzteteam aus Cambridge die neue 'Wunderwaffe' bei der Krebsfrüherkennung. "Wenn wir mit dem Gerät die Früherkennungsrate von 15 auf 25 Prozent verbessern, würden wir in drei Jahren 10.000 Leben retten und dem Gesundheitssystem rund 300 Millionen Euro ersparen", berichtet der Wissenschaftler Billy Boyle zuversichtlich.

Krebszellen setzen im Körper ganz bestimmte Moleküle frei, die ausgeatmet werden, nachdem sie den Blutkreislauf erreicht haben. Solch winzige chemische Spuren sollen bei dem hochsensiblen Computerchip Alarm schlagen – noch lange, bevor die Symptome beim Patienten überhaupt sichtbar werden. Herkömmliche Diagnoseverfahren kommen dagegen oft zu spät.