Kreativ gegen Corona-Lockdown

Einzelhändler aus Dülmen bieten jetzt Teleshopping an

02. März 2021 - 12:03 Uhr

Mit Lokal-Teleshopping gegen Corona-Lockdown

Robert Hoffmann bietet seine Ware neuerdings nicht mehr nur in seinem Geschäft an. Der Händler aus Dülmen muss während des Lockdowns sein Ladenlokal schließen, die Kleidung verkauft er jetzt auch über einen Teleshopping-Stream. Das Angebot richtet sich vor allem an Kunden aus der Region und kommt gut an. Wie das Lokal-Teleshopping genau aussieht und funktioniert, zeigen wir im Video.

Einzelhandel kommt zu den Kunden nach Hause

Den Livestream "Lokal at home" gibt es seit Mitte Februar. Am Anfang stand für die Betreiber des Teleshopping-Angebots die Frage "Was tun, wenn der Kunde aufgrund von Corona nicht in die Geschäfte kommen kann?" Die scheinbar einfache Antwort: "Dann kommt der Einzelhandel zum Kunden ins Wohnzimmer" – natürlich coronakonform.

Die Einzelhändler können im Teleshopping-Livestream ihr Angebot ins Online-Schaufenster stellen, die Kunden die Ware direkt über die Internetseite bestellen. Geliefert wird sogar am selben Tag. Da muss sogar Amazon inzwischen passen.

Das Projekt wird derzeit vom lokalen Einzelhandelsverband und Banken unterstützt. Denn die 400 Euro, die das Studio derzeit die Stunde kostet, ist für die Händler derzeit kaum zu bezahlen. Doch die Betreiber von "Lokal at home" sehen auch gute Möglichkeiten für die Zeit nach dem Lockdown, denn das Programm kommt in Dülmen gut an.

"Lokal at home" soll sich nicht nur auf den Einzelhandel beschränken: Ein Fitnessprogramm ist bereits im Angebot, Kulturangebote örtlicher Künstler und Musiker sollen folgen. Fest geplant sind auch Koch- und Modeschauen.

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