Wieder schwere Krawalle!

Corona-Hooligans randalieren auf Hollands Straßen

26. Januar 2021 - 12:55 Uhr

Gewaltexzess in den Niederlanden geht weiter

Am zweiten Abend in Folge sind in mehreren Städten in den Niederlanden Unruhen ausgebrochen. Hunderte gewaltbereite Jugendliche hatten sich nach Polizeiangaben am Montagabend kurz vor Beginn der Ausgangssperre wegen der Corona-Pandemie an mehreren Orten versammelt und die Polizei angegriffen.

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Jugendliche randalieren in Amsterdam und Rotterdam

Anlass der Unruhen sind die von der Regierung verhängten verschärften Corona-Maßnahmen und die seit Samstag geltende Ausgangssperre.
Anlass der Unruhen sind die von der Regierung verhängten verschärften Corona-Maßnahmen und die seit Samstag geltende Ausgangssperre.
© picture alliance / ANP | Marco de Swart

Unruhen wurden aus etwa zehn Städten gemeldet - darunter Amsterdam, Den Haag und Rotterdam. In großen Gruppen zogen sie plündernd und randalierend durch die Straßen. Mehr als 151 Personen wurden nach Angaben der Polizei festgenommen.

Anlass der Unruhen sind die von der Regierung verhängten verschärften Corona-Maßnahmen und die seit Samstag geltende Ausgangssperre. Die Polizei geht davon aus, dass sich verschiedene Gruppen an den Krawallen beteiligt haben - darunter Corona-Leugner, Fußball-Hooligans und Neonazis.

In Rotterdam wurden Polizisten nach Berichten des TV-Senders NOS von rund 100 Randalierern mit Steinen und Feuerwerkskörpern angegriffen. Geschäfte seien geplündert und zerstört worden. Die mobile Einheit der Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein. "Schamlose Diebe", klagte Rotterdams Bürgermeister Ahmed Aboutaleb über den Mob. "Wir konnten noch keine Bestandsaufnahme machen, aber es ist trotzdem eine traurige Bilanz", wurde er von der Zeitung 'De Telegraaf' zitiert.

In Den Bosch waren die Ereignisse nach einem Bericht eines Reporters des TV-Senders NOS "gehörig aus dem Ruder gelaufen". Nach einem Feuerwerk sei eine sehr große Gruppe von Randalierern in die Stadt gezogen. "Auf der gesamten Strecke wurden Plünderungen begangen, Feuer gelegt, Autos zerstört, Geschäfte geplündert."

Polizisten in Rotterdam mit Steinen beworfen

Sonntagnacht hatten schwere Unruhen in etwa zehn Städten das Land erschüttert. Die Polizei hatte von den schlimmsten Krawallen seit 40 Jahren gesprochen. Polizei und Bürgermeister hatten bereits vor weiteren Unruhen gewarnt, nachdem mehrere Aufrufe in den sozialen Medien erschienen waren. Erste Krawalle hatte es bereits am Samstag gegeben.

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