Krawalle am 1. Mai: Hunderte Vermummte Demonstranten wüten in Paris

02. Mai 2018 - 8:27 Uhr

Demonstranten hinterlassen ein Bild der Verwüstung in Paris

In Berlin und Hamburg blieb es bei den "revolutionären 1. Mai-Demonstrationen" in diesem Jahr ruhig. "Das war ein super Tag", sagte Winfrid Wenzel, Sprecher der Berliner Polizei. Ganz anders sah es in Paris aus. Dort versammelten sich Hunderte Vermummte und hinterließen ein Bild der Verwüstung.

Vermummte zünden Geschäfte und Autos an

Die Polizei erklärte, dass sich etwa 1.200 gewaltbereite Demonstranten, die dem sogenannten 'Schwarzen Block' zuzurechnen seien, unter die Demonstranten mischten. Es dauerte nicht lange und schon flogen Steine und andere Wurfgeschosse auf die Polizei. Randalierer verwüsteten ein Schnellrestaurant, demolierten ein Auto-Geschäft und dann ging auch noch ein Bagger in Flammen auf. Nach einer vorläufigen Bilanz der Polizei wurden 31 Geschäfte verwüstet, zwei davon wurden angezündet. Auch sechs Autos gingen in Flammen auf, zehn weitere wurden beschädigt.

Krawalle am 1. Mai in Paris
Rund 1.200 gewaltbereite Demonstranten lieferten sich in Paris wilde Straßenschlachten mit der Polizei.
© REUTERS, PHILIPPE WOJAZER, PHW/AND

Um die Lage wieder unter Kontrolle zu bringen, setzte die Polizei Wasserwerfer und nach Angaben des Senders 'BFMTV' auch Tränengas ein. Ein Beamter und drei weitere Menschen wurden leicht verletzt. 276 Verdächtige aus dem schwarzen Block wurden festgenommen. 102 befinden sich immer noch in Polizeigewahrsam. Die friedlichen Demonstranten der Gewerkschaften wichen wegen der Ausschreitungen auf eine andere Demonstrationsroute aus.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Demonstrationen in Hamburg und Berlin bleiben weitestgehend friedlich

In Berlin und Hamburg verliefen die traditionellen Demonstrationen zum 1. Mai weitestgehend friedlich ab. In Berlin zählte die Polizei rund 6.000 Teilnehmer - weniger als in den Vorjahren. In Hamburg nahmen rund 2.200 Menschen teil. In beiden Städten hatte die Polizei sicherheitshalber mehrere tausend Beamte im Einsatz. Und das Konzept ging auf: Die Berliner Polizei sprach von deutlich weniger Straftaten als im Vorjahr. Und auch die Hamburger Polizei war zufrieden mit dem Einsatz: "Wir haben den friedlichsten Einsatzverlauf seit Jahren verzeichnet", hieß es in einer Mitteilung.