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Unfassbare Videoaufnahmen

Hunderte Jugendliche feiern illegale Party in Frankfurt

07. März 2021 - 13:54 Uhr

Tanzen, grölen und laute Musik

Diese Aufnahmen machen sprachlos. Am Samstagabend filmen unsere RTL-Reporter Carina Cordes und Andreas Schopf eine Horde Jugendlicher in Frankfurt. Sie tanzen, grölen, hören laute Musik. Die circa 500 Menschen halten keinen Abstand und tragen keine Maske. Das Gelände wurde gegen Mitternacht geräumt. Im Video zeigen wir die unfassbaren Szene.

Angeblich treffen sich Jugendliche nach der Arbeit häufig im Frankfurter Hafenpark

Masken fand man im Hafenpark nicht im Gesicht der Menschen, sondern nur auf der Erde.
Masken fand man im Hafenpark nicht im Gesicht der Menschen, sondern nur auf der Erde.
© RTL

Die vorwiegend jungen Leute tanzten und feierten im Frankfurter Hafenpark im Stadtteil Ostend. Offenbar haben sie sich vorher bei einem nahegelegenen Supermarkt mit Alkohol eingedeckt. Die Polizei schaute sich das Geschehen zwischenzeitlich an, hielt sich dann aber doch zurück – das beobachteten unsere RTL-Reporter.

"Gegen 21.45 Uhr wurde über den Notruf eine tätliche Auseinandersetzung im Bereich des Hafenparkes gemeldet", heißt es in einer Mitteilung der Polizei Frankfurt. Vor Ort habe man zwar keine Auseinandersetzung feststellen können, dafür aber eine verletzte Person im Bereich des Philipp-Holzmann-Weges gefunden. "Der 28-jährige Mann wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht und konnte nach einer ambulanten ärztlichen Behandlung wieder entlassen werden", heißt es. Später sei der Park dann von den Beamten geräumt worden. "Gegen zwei Uhr nachts wurden die umfangreichen Maßnahmen beendet."

Doch es scheint nicht das erste Mal zu sein, dass sich dort Feierwütige treffen. Bilder, die auf Social-Media-Kanälen aufgetaucht sind, lassen darauf schließen, dass im Hafenpark schon vergangene Woche eine Party stattgefunden haben könnte. Gegenüber dem Hessischen Rundfunk sagten Jugendliche vor Ort: "Nach der Arbeit oder der Schule rasten wir hier aus. Hier ist der Haupttreffpunkt."

Auch bei Google ist zu sehen, dass außergewöhnlich viele Menschen am Hafenpark zugegen waren.
Auch bei Google ist zu sehen, dass außergewöhnlich viele Menschen am Hafenpark zugegen waren.
© Google

Dass derzeit offenbar viele im Hafenpark "ausrasten", das zeigte auch Google an. Am Samstagabend meldete die Suchmaschine "ungewöhnlich viele Besucher" in der Gegend – sogar mehr, als zu den Hauptstoßzeiten um den Mittag herum.

Polizeipräsident und Stadtrat beraten sich am Dienstag

Der Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill und der Stadtrat Markus Frank würden die Vorkommnisse vom Samstag zum Anlass nehmen, gemeinsam mit den zuständigen Dezernaten präventive Lösungen zu finden. Damit soll verhindert werden, dass sich eine große Anzahl an Menschen versammelt. "Im Vordergrund steht die Verhinderung der Ausbreitung des Corona-Virus", heißt es in einer Mitteilung. Das Gespräch sei derzeit für Dienstag, den 9. März 2021 geplant.

Verfahren gegen Randalierer vom Opernplatz

Partys ohne Maske und ohne Abstand in Coronazeiten sind ein absolutes No-Go. Doch es ist nicht das erste Mal, dass Frankfurt damit zu kämpfen hat. Im Juli 2020 verwandelte sich der Opernplatz wegen geschlossener Clubs und Diskotheken zu einer Partyzone unter freiem Himmel. An Wochenenden feierten dort bis zu 3.500 Menschen. Während die Partys erst friedlich abliefen, wurden die Menschen zunehmend aggressiv. Schließlich kam es zu Angriffen auf Polizisten und ihre Fahrzeuge. Dabei sollen laut Staatsanwaltschaft fünf Beamte verletzt worden sein. Zudem sollen die Randalierer damals einen Sachschaden in Höhe von mindestens 14.600 Euro verursacht haben.

Am 17. Februar 2021 wurden die Verfahren gegen die Randalierer eröffnet. Der 20-jährige Angeklagte Elias T. gab dabei zu, eine Wodkaflasche in Richtung der Polizeibeamten geworfen zu haben. Aufgrund des Alkoholkonsums – nach Festnahme über ein Promille – habe er sich zu der Tat hinreißen lassen. Das Urteil: Er muss 50 Sozialstunden leisten, zusätzlich soll er 500 Euro an die Frankfurter Kinderhilfe spenden.

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