Bis zum Jahresende

Krankschreibung per Telefon soll wieder möglich werden

Arbeitnehmer mit Erkältungsbeschwerden können sich in der Corona-Krise erneut per Telefon vom Arzt krankschreiben lassen.
© deutsche presse agentur

15. Oktober 2020 - 7:18 Uhr

Telefonische Krankschreibung soll wieder ausgedehnt werden

Schon im Frühjahr 2020 war die telefonische Krankschreibung möglich, um Arztpraxen zu entlasten. Wer unter leichten Erkrankungen der oberen Atemwege litt, musste nicht mehr zum Hausarzt gehen, sondern konnte sich auch am Telefon krankschreiben lassen. Nun sollen telefonische Krankschreibungen beim Arzt wegen Erkältungsbeschwerden wegen der Corona-Lage bis zum Jahresende wieder umfangreicher möglich gemacht werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigte am Mittwoch in Berlin einen entsprechenden Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen für Donnerstag an.

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Infektionsgefahr soll minimiert werden

Das Gremium ist mit Vertretern von Ärzten, Kliniken und gesetzlichen Krankenkassen besetzt. "Wir wollen natürlich mögliche Infektionen im Gesundheitswesen selbst und in der Arztpraxis bei Grippe sowie bei Corona vermeiden", sagte Spahn.

Bundesweit waren telefonische Krankschreibungen bereits in der Anfangsphase der Pandemie möglich. Später war entschieden worden, diese nur noch abhängig vom Infektionsgeschehen auf Antrag regional und zeitlich befristet per Ausnahmeregelung zuzulassen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hatte sich zuletzt dafür stark gemacht, angesichts steigender Corona-Infektionszahlen, die Regelung im Herbst und Winter wieder auszudehnen. Das Instrument habe die Praxen bereits im März und April erheblich entlastet.

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Quelle: dpa/RTL.de