23. April 2019 - 11:24 Uhr

Baby stirbt in Flieger

Sie wollte nur von Malaysia nach Perth in Australien fliegen. Doch dann starb ein Baby in den Armen von Krankenschwester Nadia Perenzee. Den Horror-Flug verarbeitet die Mutter jetzt bei Facebook.

Baby hat die ganze Zeit geschrien

Es sollte ein Neuanfang auf einem neuen Kontinent werden. Doch diese Hoffnung einer Familie aus Saudi-Arabien wurde auf dem Weg von Malaysia nach Australien zerstört. Auf dem Flug starb ihr zwei Monate altes Baby. Mit an Bord war auch Krankenschwester Nadia Perenzee. Das Kind habe die ganze Zeit über geschrien, erinnert sie sich auf Facebook. Zuerst habe sich niemand etwas dabei gedacht, denn das machten Kleinkinder eben.

Emotionale Worte einer Krankenschwester.
Nadia postete diese emotionalen Worte nach ihrem Flug.
© Facebook, Facebook/ Nadia Parenzee

Plötzlich hörte sie auf zu atmen

Als die Krankenschwester merkte, dass die saudischen Familien und das Personal gestresst durch die Situation gewesen seien, habe sie ihre Hilfe angeboten. Und tatsächlich: Eine Stewardess sei später auf sie zugekommen und habe sie gebeten, das Baby zu nehmen. Doch dann sei schnell klar gewesen: Irgendetwas stimmte nicht. Der australischen Zeitung "The West Australian" erzählte die Krankenschwester später: "Sie gaben mir das Baby und ich dachte mir nur 'Oh mein Gott, dieses Baby ist grau'. Es hat nicht richtig geatmet. Ich legte den Säugling auf den Tisch, wo das Essen zubereitet wurde, fühlte Puls und Atem und dachte: Das Baby stirbt." Sie habe um Hilfe gerufen und nach Medizinern an Bord gesucht. Mehrere Ärzte hätten sich gemeldet.

Zweieinhalb Stunden sollen sie versucht haben, die kleine Farah zu retten - ohne Erfolg. Das Mädchen hatte seinen letzten Atemzug in den Armen von Krankenschwester Nadia Perenzee gemacht. Dazu schrieb sie später: "Ich fühle mich leer, ich weiß nicht, was ich sagen soll, aber ich fühle mich geehrt, die kleine Farah in ihren letzten Minuten im Arm gehalten und für sie gebetet zu haben."

Zuspruch in sozialen Medien

Bei Facebook erhielt die Krankenschwester viel Zuspruch für ihre emotionale Geschichte. Ihr selbst sei dadurch bewusst geworden, wie schnell das Leben vorbei sein könne.

Auch die Fluggesellschaft meldete sich zu Wort. "Wir haben nach der Landung sofort medizinische Hilfe angefordert", erklärte die Fluggesellschaft "The West Australian". Die kam für die kleine Farah leider zu spät.