Krankenkassen haben ein Defizit von 445 Millionen Euro

13. Februar 2016 - 12:24 Uhr

Die gesetzlichen Krankenkassen haben 2010 nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums mit einem Defizit von 445 Millionen Euro abgeschlossen. 2009 hatten die Krankenkassen noch einen Überschuss von 1,4 Milliarden Euro erwirtschaftet. Während die Leistungsausgaben der Krankenkassen im Gesamtjahr um 3,1 Prozent stiegen, blieben die Einnahmen mit einem Plus von zwei Prozent deutlich darunter. Ohne die Neuregelungen für die Erstattung von Medikamenten und das GKV-Finanzierungsgesetz wäre der Fehlbetrag erheblich höher ausgefallen, erklärte das Ministerium. 2011 würden die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds wohl ausreichen, um die voraussichtlichen Ausgaben der Kassen zu decken.

Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erklärte, er sei optimistisch, dass die Finanzen der Kassen stabil gehalten und Zusatzbeiträge auf breiter Front vermieden werden könnten. Ganz ausschließen könne man Zusatzbeiträge bei einzelnen Kassen nicht, sagte GKV-Sprecher Florian Lanz.