Krankenhäuser entlastet und Verwaltungsaufgaben gestrichen

21. März 2020 - 19:20 Uhr

Um die Krankenhäuser in der Corona-Krise zu entlasten, hat das Land Nordrhein-Westfalen mit den Krankenkassen, der Krankenhausgesellschaft und dem Medizinischen Dienst vorübergehend den Abbau von Verwaltungsaufgaben und finanzielle Entlastungen beschlossen. Laut gemeinsamer Erklärung vom 18. März, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, wird die Dokumentationspflicht vorübergehend abgeschafft. Damit soll mehr Personal für die Pflege frei werden. Außerdem sollen bis Ende des Jahres sämtliche Rechnungsprüfungen des Medizinischen Dienstes ausgesetzt werden. Zusätzlich sollen alle Krankenhäuser befristet bis zum 31. Dezember 2020 als Spezialversorger ausgewiesen werden, auch wenn sie keine Notfallversorgung anbieten. So wird vermieden, dass die Häuser Abschläge bei der Finanzierung ihrer Leistungen hinnehmen müssen.

"Die gemeinsame Erklärung ist das Ergebnis einer sehr guten Zusammenarbeit mit der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen, den Kostenträgern und dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung. Wir müssen jetzt alles tun, um die Krankenhäuser vor Ort zu entlasten", sagte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Die Versorgung der erkrankten Menschen dürfe nicht an Bürokratie scheitern.

Quelle: DPA