Tipps, wie Sie trotz Handy gesund bleiben

Krank durch Smartphones: 5 Gesundheitsrisiken, die Sie vermeiden sollten

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15. November 2019 - 20:00 Uhr

Smartphones aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken

Das eigene Smartphone ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und für Millionen Deutsche ein ständiger Wegbegleiter. Auch wenn die kleinen technischen Helfer uns in vielen Situationen den Alltag erleichtern, bergen sie häufig gesundheitliche Risiken. Doch mit wenigen Tricks, können wir diese teils schwerwiegenden gesundheitlichen Risiken verhindern.

Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihre Gesundheit schützen können.

1. Smartphones machen süchtig

Sie wollen zu jeder Zeit erreichbar sein und immer wissen, was aktuell um sie herum passiert?

Falls Sie dieses Verhalten von sich kennen, sollten Sie vorsichtig sein: Eine zu intensive Nutzung Ihres Mobiltelefons kann Sie genauso süchtig machen wie ein erhöhter Alkoholkonsum oder Rauchen. Die gesundheitlichen Folgen sind Konzentrations- und Schlafstörungen.

Unser Tipp: Versuchen Sie Ihr digitales und reales Leben klar voneinander abzugrenzen, indem Sie zwischendurch das Smartphone einfach mal beiseitelegen. Nehmen Sie Ihre Umwelt und Mitmenschen bewusster wahr, indem Sie sich verstärkt an realen Konversationen beteiligen.

2. Smartphones machen depressiv und einsam

Unsere Körperhaltung hat einen entscheidenden Einfluss auf unser seelisches Befinden. Ist der Mensch deprimiert oder niedergeschlagen, nimmt er meist automatisch eine gebeugte Körperhaltung ein. Durch die Smartphone-Nutzung wird diese gesenkte Körperhaltung unterstützt, weshalb dies negativen Einfluss auf unsere Psyche nehmen kann.

Zudem besteht die Gefahr, dass Sie sich zu leicht von den Meinungen und Bewertungen anderer Menschen, besonders in den sozialen Netzwerken, abhängig machen und sich bei unzureichend positivem Feedback schlecht fühlen.

Unser Tipp: Nehmen Sie absichtlich eine aufrechte Körperhaltung ein und legen Sie zwischendurch bewusst ein Lächeln auf, selbst dann, wenn Ihnen zunächst nicht danach zumute ist. Sie werden sehen: Nicht nur Ihre Stimmung wird besser, auch Ihr allgemeines Auftreten wirkt dadurch viel selbstbewusster.

3. Smartphones schaden der Rücken- und Handmuskulatur

Wer beim Stehen oder Gehen ständig auf sein Smartphone starrt, muss aufgrund des häufig sehr kleinen Bildschirms den Kopf nach vorne absenken, um etwas zu erkennen. Dabei entsteht ein gebeugter Rücken und die Schultern werden hängen gelassen. Experten sprechen dann von der sogenannten "head down generation" ("Kopf unten Generation").

Die Folge: Die Nackenmuskulatur wird überbeansprucht, Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich sind somit vorprogrammiert.

Außerdem kann durch das ständige Tippen eine Überlastung der Feinmotorik verursacht werden. In diesem Fall besteht die Gefahr einer Sehnenscheidenentzündung an den Handgelenken oder in den Daumen.

Unser Tipp: Nehmen Sie zwischendurch bewusst eine aufrechte Körperhaltung ein, richten Sie Ihren Blick nach vorne und ziehen Sie die Schultern nach hinten. Dann lassen Sie Ihre Schultern kreisen und schütteln Ihre Arme aus.

Zur Entspannung der Handmuskulatur sollten Sie zudem die Art, wie Sie das Smartphone halten, variieren, indem Sie das Gerät beispielsweise zur Abwechslung mal in beiden Händen halten. Längere Texte sollten im Übrigen vorzugsweise auf einer externen Tastatur geschrieben werden.

4. Smartphones schaden unseren Augen

Aktuell streiten Forscher noch darüber, ob das blaue Licht der Smartphone-Bildschirme die Netzhaut nachweislich beschädigt. Fest steht jedoch, dass durch die permanente "Nahansicht" des Bildschirms die Augen stark beansprucht werden. Die Folge: Die Augen werden oftmals trocken, fangen an zu brennen und auch das Risiko für eine Kurzsichtigkeit erhöht sich bei intensiver Gerätenutzung.

Unser Tipp: Achten Sie darauf, dass beim Blick auf Ihr Smartphone genügend Abstand besteht (mindestens 30 Zentimeter), um Ihre Augen langfristig zu entlasten.

5. Smartphones verursachen krebserregende Strahlung

Zum momentanen Zeitpunkt können aktuelle Langzeitstudien noch nicht verbindlich nachweisen, dass Handy-Strahlungen das Risiko einer Krebserkrankung erhöhen. Daher besteht nach wie vor ein Restrisiko, das durch die anhaltenden Forschungsarbeiten noch nicht eliminiert werden konnte.

Unser Tipp: Um das Risiko einer Strahlenbelastung auf lange Sicht möglichst gering zu halten, sollten Sie versuchen Ihr Smartphone so wenig wie möglich direkt an den Kopf zu halten. Ein spezielles Headset oder der Lautsprecher Ihres Handys sind dabei geeignete Alternativen, um Abstand zum Smartphone zu gewinnen. Weitere Tipps, um die Strahlenbelastung zu senken, finden Sie hier.