Kraniosynostose: Erstmals wurden Drillinge mit dieser Schädelverformung geboren und erfolgreich operiert

04. Mai 2017 - 18:06 Uhr

OP nach Kraniosynostose: Helme schützen die Köpfe der Drilllinge

Amy (38) und Michael (41) Howard freuten sich, als sie erfuhren, dass sie zum ersten Mal Eltern werden würden. Sie erwarteten nicht nur ein Kind, sondern gleich drei. Im Oktober 2016 wurden Jackson, Hunter und Kaden Howard in New York geboren. Als sie gerade mal eine Woche auf der Welt waren, bekamen sie eine schwere Diagnose: Alle drei leiden an der seltenen Krankheit Kraniosynostose, die das Schädelwachstum beeinflusst.

Jackson, Hunter und Kaden Howard wurden schon mit neun Wochen das erste Mal operiert

Überglücklich empfingen die Eltern ihre neugeborenen Kinder. Zunächst bemerkten sie nicht wirklich, dass die Schädelform ihrer Kleinen etwas anders ist, als die von normalen Kindern. Schnell wurde aber die Diagnose Kraniosynostose gestellt. Die Chance, dass Drillinge von einer solchen Krankheit betroffen sind, liegt bei 1:500 Billionen.
Mit gerade einmal neun Wochen ging es für die Drillinge in den Operationssaal. Dabei wurden die Verformungen ihres Schädels operiert. Eine Kraniosynostose führt nämlich dazu, dass ein oder mehrere Schädelnähte frühzeitig verknöchern. Dadurch wird das Wachstum des Schädels behindert und der Kopf sieht aus wie ein Turm- oder Kahnschädel. Damit das Gehirn Platz zum Wachsen hat, ist eine Operation nötig, so wie bei den dreien aus Amerika. Sie sind die ersten Drillinge, die jemals an Kraniosynostose erkrankt sind. Der Eingriff ist sehr riskant, außer wenn dieser früh genug durchgeführt wird. Deshalb wurden die Jungs schon so schnell nach ihrer Geburt operiert.

Der Helm drückt die Schädel in die richtige Form

Fünf Monate nachdem sie am 'Stony Brook Children's Hospital' in New York operiert wurden, sind die neun Monate alten Söhne von Michael und Amy putzmunter. 
Nach der Operation bekamen Jackson, Hunter und Kaden spezielle Helme, die auf ihre Schädel angepasst wurden. 23 Stunden, sieben Tage die Woche müssen sie diese Helme tragen. Dadurch soll der Schädel in die Form gebracht werden, in der er auch wachsen soll. Ganze sechs Monate müssen sie die Schutzhelme tragen. Anschließend müssen die Kinder zwei Mal jährlich zur Kontrolle bis sie sechs Jahre alt sind.
95 Prozente der Fälle, die operiert wurden, haben nach der Operation ein normales Kopfwachstum und erholen sich gut. Wir drücken den tapferen Jungs die Daumen, dass es auch bei Ihnen genauso sein wird.

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