Krach bei Sauber: Monisha Kaltenborn rügt "nicht akzeptables" Verhalten

Nach ihrem Crash in Monaco haben Felipe Nasr und Marcus Ericsson die Leviten gelesen bekommen. "Die jungen Kerle müssen um diese Verantwortung wissen - und ich bin sicher, dass tun sie jetzt auch. Wir hatten ein Gespräch und haben es diskutiert. Ich bin sicher, dass so etwas nicht noch einmal passiert", sagte Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn bei 'Autosport'.

Monisha Kaltenborn, Sauber
Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn hat ihre Schützlinge nach dem Monaco-GP zum Rapport gebeten.
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Weil ihn Nasr trotz Teamorder nicht vorbeigelassen hatte, war Ericsson in seinen Teamkollegen gefahren - für beide Piloten das Aus im Fürstentum. "Das, was dort passiert ist, ist nicht frustrierend - es ist schlichtweg nicht akzeptabel", so Kaltenborn, die offenbar deutliche Worte gewählt hat, um ihre Schützlinge zurechtzuweisen. "Keiner erwartet, dass sie beste Freunde sind, aber ich habe sie nochmal an die Verantwortung erinnern müssen", hieß es von der Österreicherin.

Laut Ericsson hatte Nasr schon sieben bis acht Runden vor dem Unfall die Ansage bekommen, Platz zu machen, weil der Schwede deutlich schneller unterwegs war. "Ich war auf den Ultrasofts extrem gut unterwegs, konnte drei bis vier Sekunden pro Runde schneller fahren", berichtete Ericsson. Das Team habe ihm gesagt, dass Nasr "Platz machen würde, weil der Unterschied beim Tempo so groß sei".

Nasr, der im Fahrerfeld als Heißsporn bekannt ist, sah das naturgemäß anders. "Ich hatte zuvor die Führenden vorbeilassen müssen. Dabei sind meine Reifentemperaturen in den Keller gefallen", kommentierte der Brasilianer seine schwachen Zeiten. "Die Temperaturen kamen aber gerade wieder. Ich konnte pro Runde zwei Sekunden auf Grosjean gutmachen, ich holte definitiv auf. Ich sehe keinen Grund, warum das so enden musste. Teamorder hin oder her - die Autos müssen doch auf der Strecke bleiben. Immerhin sind wir letztlich doch Teamkollegen."