Wegen eines heftigen Unwetters

Bühnenteil stürzt bei Konzert von Casper und Marteria in Essen ein - 28 Verletzte

02. September 2019 - 10:07 Uhr

LED-Wand begräbt Zuschauer unter sich

Bei einem Konzert der Rapper Casper und Marteria am Baldeneysee nahe Essen sind am Samstag Teile der Bühne heruntergekracht. 28 Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer. Am Abend war ein heftiges Gewitter aufgezogen. Regen und heftiger Wind peitschen über das Gelände des Open-Air-Konzerts. Gegen 21 Uhr soll dann eine LED-Wand umgestürzt sein, sagte ein Feuerwehrsprecher. Zahlreiche Zuschauer erlitten einen Schock.

Video: So zog das Unwetter über Essen

Ärzte betreuten 150 Menschen vor Ort

Die Verletzten wurden auf Essener Krankenhäuser verteilt. 18 von ihnen wurden nach Angaben der Feuerwehr leicht verletzt. Ob bei den beiden Schwerverletzten Lebensgefahr besteht, war zunächst unklar. Ärzte betreuten vor Ort etwa 150 Menschen. Der Polizei zufolge konnten viele nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden. Dunkelheit und Regen erschwerten den Einsatz.

Rapper setzten Auftritt zunächst fort

Die Musiker Marteria (l) und Casper stellen ihr gemeinsames Album «1982» vor. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Marteria und Casper mussten das Abschlusskonzert ihrer Tour abbrechen.
© dpa, Britta Pedersen, ped hjb

Der Feuerwehr zufolge hatten die Musiker ihren Auftritt zunächst fortgesetzt. "Schwere Regengüsse beendeten kurz darauf das Konzert von Marteria und Casper", hieß es. Die Besucher hätten die Veranstaltung danach ganz normal verlassen, sagte ein Polizeisprecher. Sie seien mit Shuttle-Bussen in die Stadt gebracht worden oder warteten auf die S-Bahn.

Die Kripo übernahm die Ermittlungen zur Unfallursache und sperrte den Unglücksort ab. Polizisten mit Helm und Schutzweste inspizierten am späten Abend die Bühne. Die LED-Wand lag zertrümmert neben der Bühne.

"Wir denken an euch!"

Rapper Marteria hat bei Instagram ein Statement zu dem Konzertabbruch gepostet. Unter anderem bedankt er sich bei den Einsatzkräften: "Aber das Allerwichtigste ist jetzt erstmal die Gesundheit der Betroffenen."