Prozess

Kontrahent Kehle durchgeschnitten: Totschlagsanklage

Gericht
Prozessakten liegen in einem Gerichtssaal.
Thomas Frey/dpa/Symbolbild

Weil er im Streit einem anderen Mann die Kehle durchgeschnitten und ihn damit getötet haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 32-Jährigen erhoben. Der aus Rüdesheim stammende Mann werde sich voraussichtlich wegen Totschlags vor Gericht verantworten müssen, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen von der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Freitag.

Die Tat liegt zweieinhalb Monate zurück. Anfang Mai kam es Niesen zufolge zwischen dem Eritreer und einem 20 Jahre alten Landsmann aus bislang unbekannter Ursache zum Streit. Dabei erhielt das Opfer einen tiefen Stich in den Oberbauch, kurz darauf wurden Kehle und Halsschlagader durchtrennt. Der Mann starb noch am Tatort.

Der Täter stellte sich kurz darauf bei einem nahe gelegenen Konsulat und gab an, jemanden getötet zu haben. Danach machte er keine Angaben mehr. Hinweise auf Alkohol- und Drogenmissbrauch gebe es bislang keine, sagte Niesen. Termine für den Prozess vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts standen noch nicht fest.