Kontaktverbot in ganz Deutschland

Diese Beschränkungen gelten in den einzelnen Bundesländern

24. März 2020 - 10:30 Uhr

In manchen Bundesländern gelten noch strengere Regeln

Das Coronavirus lähmt die ganze Welt – in Deutschland ist das öffentliche Leben bis auf ein Minimum heruntergefahren. Am Sonntag gab Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich mittlerweile selbst in häusliche Quarantäne begeben musste, weitere Maßnahmen für die ganze Republik bekannt: Es herrscht ein Kontaktverbot - maximal zwei Personen dürfen sich treffen, ausgenommen sind nur Familienmitglieder und Menschen, die im selben Haushalt wohnen. Auf diese Regeln einigten sich Bund und Länder in einer gemeinsamen Telefonkonferenz. Doch es gibt auch Ausnahmen: Für einzelne Bundesländer gelten Sonderbeschränkungen. Wir haben sie zusammengefasst.

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Bayern

In Bayern gelten nach wie vor strengere Regeln als im Rest von Deutschland. Das Verlassen der Wohnung ist nur noch bei triftigen Gründen erlaubt: Dazu zählen der Weg zur Arbeit und zu nötigen Einkäufen. Dringende Arztbesuche sowie Sport und Spaziergänge an der frischen Luft sind möglich – allerdings nur alleine, es sei denn, man lebt mit den Personen in einem Haushalt. Auch das Begleiten hilfsbedürftiger Menschen ist erlaubt. Gastronomiebetriebe aller Art müssen geschlossen bleiben. Ausnahmen bilden Auslieferungsdienste, Mitnahmeangebote und Drive-in-Schalter. Kanzlerin Merkel begründete die schärferen Regeln in Bayern unter anderem mit der direkten Grenze des Freistaates zu Tirol. Das ganze österreichische Bundesland gilt als Risikogebiet.

Alle Beschränkungen für das Bundesland Bayern lassen sich hier noch genauer nachlesen. 

Saarland

Auch im Saarland gelten aufgrund der Grenze zu den Risikogebieten in Frankreich besondere Beschränkungen. Die Saarländer dürfen die eigene Wohnung nur noch verlassen, wenn sie dafür einen triftigen Grund haben. Allerdings nur alleine oder mit Angehörigen des eigenens Haushalts Dazu gehöre der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe oder Arztbesuche. Auch gemeinsame Spaziergänge etwa in der Familie mit Abstand zu anderen bleiben weiter möglich. "Ich weiß, diese Maßnahmen sind hart. Aber wenn wir jetzt zusammenstehen, können wir das Schlimmste noch verhindern", sagte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und appellierte an die Menschen: "Ich bitte Sie: Bleiben Sie zu Hause."

Die genauen Ausgangsbeschränkungen für das Saarland können Sie hier nachlesen.

Sachsen

In Sachsen darf ähnlich wie in Bayern nur noch bei triftigen Gründen das Haus verlassen werden. Als triftige Gründe werden der Weg zur Arbeit, zur Kindernotbetreuung und zum Einkaufen gezählt. Auch Arzt- und Tierarztbesuche sind weiterhin erlaubt.  Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie der Besuch des eigenen Kleingartens sind weiter möglich – allerdings nur alleine oder zusammen mit Personen aus dem eigenen Haushalt. Besuche bei Lebenspartnern oder hilfsbedürftigen Menschen sind ebenfalls weiter erlaubt. Es gehe darum, die physischen Kontakte der Menschen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren, sagte Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU).

Einen genauen Überblick über die Regelungen in Sachsen gibt es hier.

Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen

In diesen 13 Bundesländern gelten die Regeln, auf die sich in der Telefonkonferenz zwischen Merkel und den Ministerpräsidenten geeinigt wurde. Dazu gehören ein Kontaktverbot zwischen mehr als zwei Personen sowie die Schließung aller Restaurants. Hier finden Sie noch einmal alle Maßnahmen im Überblick.

Grafik: So viele Infizierte gibt es pro Bundesland

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