2018 M07 22 - 18:47 Uhr

Beruf des Tätowierers bis heute nicht geschützt

Mittlerweile ist jeder fünfte in Deutschland tätowiert. Die Branche bommt und kennt dabei kaum Regeln. Was passiert eigentlich, wenn das neue Tattoo völlig missrät? Ein Schreibfehler unter der Haut, falsche oder ungesunde Farbe, ein hässliches Motiv - davor graut es vielen beim Besuch des Tätowierers. Denn der Beruf selbst ist nicht geschützt, es gibt keine geregelte Ausbildung oder Kontrollen. Wer ein Gesundheitszeugnis vorweisen kann, darf losstechen. Das soll sich bald ändern.

Tattoo-Gipfel im November geplant

Für Gitta Connemann, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Union, ein Unding. Die CDU-Politikerin plant deshalb einen großen "Tattoo-Gipfel" in Berlin. "Wir sind keine Verbotspartei. Aber wir finden, dass aus Körperschmuck keine Körperverletzung werden sollte", stellt Connemann klar. Fehlende Hygienestandards und unerforschte Gesundheitsrisiken seien ein Problem.

Deshalb will die CDU im November gemeinsam mit Vertretern der Tattoo-Szene, Herstellern von Farben, Wissenschaftlern sowie Behörden und Instituten über mögliche Lösungen beraten. Denkbar sind einheitliche Hygienestandards, außerdem könnte der Job des Tätowierers zum Ausbildungsberuf werden.