Offene Worte in der royalen Biografie

Königin Margrethe: Dänemark-Royal spricht erstmals über die Alkoholsucht ihres verstorbenen Vaters

Königin Margrethe II. hat sich zur Sucht ihres Vaters geäußert
Königin Margrethe II. hat sich zur Sucht ihres Vaters geäußert
© imago/Ritzau Scanpix, SpotOn

28. Oktober 2021 - 12:43 Uhr

Dänen-Royal Königin Margrethe II. über Suchterkrankung ihres Vaters

Königin Margrethes (81) Vater wurde "Seefahrerkönig" genannt. Und war einer Pulle Rum früher nie abgeneigt. In ihrer neuen Biografie äußert sich die dänische Royal nun zum ersten Mal ganz offen über den üblen früheren Alkoholmissbrauch des 1972 verstorbenen Ex-Königs.

So erlebte die dänische Königin ihren süchtigen Vater

Das Buch "Undervejs – Erindringer 1940-1972 – Dronning Margrethe" (übersetzt "Unterwegs – Erinnerungen 1940-1972 – Königin Margrethe") beleuchtet die bewegende Biografie der Adeligen. Ein wichtiges Thema darin: das Alkoholproblem ihres Vaters, König Frederik IX (†). "Das ist wirklich ein Thema, bei dem ich keine so rechte Lust habe, es auszubreiten. Aber ja, mein Vater hatte einige Jahre Alkoholprobleme", zitiert die "Gala" aus dem Werk. Margrethe wuchs, wie sie schildert, in einem "ziemlich großen Haus" auf. Ihre zwei Schwestern und sie hätten, so die Royal, dabei stets früher als die Eltern gegessen. Und auch ab ins Bett ging es offenbar früher. Es liegt nahe, dass das auch dem Zweck diente, die Alkohol-Eskapaden von den Kindern einigermaßen fernzuhalten.

Die Königsfamilie in voller Dänen-Pracht
Die Königsfamilie in voller Dänen-Pracht
© dpa, Henning Bagger, bsc

Erst Jahre später sprachen die dänischen Royals über die Sucht

Lange wurde zu dem Thema geschwiegen: "Über das Alkoholproblem haben wir erst Jahre später gesprochen. Im Nachhinein kann ich durchaus sehen, dass es irgendwann etwas gab, aber ich habe keine genaue Erinnerung daran."

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Doch offenbar fing sich ihr Vater letztlich. Wohl auch dank Margrethes Mutter, Königin Ingrid (†), und Freunden ihres Vaters, Admiral Vedel und Prinz Axel. Laut der Dänen-Royal waren sie es, die ihn dazu bewegten, sich "zusammenzureißen". Wegen des guten Einflusses habe Frederik dann am Ende keinen Alkohol mehr angerührt. (nos)