Verdacht gegen 80 Beschuldigte - Durchsuchungen wegen Kinderpornografie

Kölner Staatsanwalt warnt in neuem Fall von Pädophilie: "Keiner kann sich mehr sicher sein!"

01. Oktober 2020 - 18:01 Uhr

Kölner Staatsanwalt mit knallharter Ansage an Kinderschänder

Der Kölner Staatsanwalt Ulrich Bremer macht eine klare Ansage: "Keiner kann sich mehr sicher sein. Wir ermitteln nicht nur in Großstädten, wir verfolgen das bin in die kleinsten Verästelungen." Es ist eine Kampfansage gegen alle Pädophilen im Land! Die Aussagen sehen Sie im Video!

Vorwurf: Kinderpornos über Social Media beschafft und verbreitet

Am Donnerstag wurden Durchsuchungsbeschlüsse gegen 80 Beschuldigte in 64 Objekten in Nordrhein-Westfalen durchgesetzt – wegen des Verdachts der Verbreitung, des Erwerbs und des Besitzes kinderpornographischer Schriften. Der außergewöhnlich große Einsatz läuft unter der Leitung der Taskforce Cybercrime (ZAC NRW) bei der Staatsanwaltschaft Köln.

Die Durchsuchungsmaßnahmen richten sich gegen Personen, die mutmaßlich für sich und andere kinderpornografische Inhalte in sozialen Netzwerken besorgt haben sollen.

"Es sind nahezu alle Polizeidienststellen in NRW beteiligt gewesen. Das ist dann eine flächendeckende Aktion, die es so nicht jeden Tag gibt", beschreibt Staatsanwalt Ulrich Bremer im RTL-Interview die Dimension der Durchsuchungen.

Beweise führen möglicherweise zu weiteren Tätern

Die Ermittler stellen zahlreiche Datenträger sicher. Das Hauptaugenmerk liegt auf Smartphones, USB-Sticks und Laptops. Bei solchen Durchsuchungen kommen häufig auch speziell ausgebildete Spürhunde zum Einsatz, die versteckte technische Geräte erschnüffeln können.

Die sichergestellten Geräte werden von den Ermittlern ausgewertet. Das könnte möglicherweise zu weiteren Tätern führen, so der Staatsanwalt. Einzelne Beschuldigte hätten sich bereits geständig gezeigt.

Laut Staatsanwaltschaft resultieren die Ermittlungen nicht aus der sogenannten "EG Berg", bei der vielfache Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch ans Licht gekommen waren.