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Kölner Rapper-Krieg: Xatar stellt sich der Polizei

Kölner Rapper-Krieg: Xatar stellt sich der Polizei

Rapper Xatar soll hinter der Attacke auf einen Rivalen stecken

Rund eine Woche nach dem blutigen Rapper-Streit in der Kölner Innenstadt hat sich der europaweit gesuchte Xatar jetzt im Beisein seines Anwalts der Polizei gestellt. Der 34-Jährige wurde per Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung gesucht, bestätigte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer gegenüber 'Spiegel Online'.

Rapper Xatar
Nach einer europaweiten Fahndung stellte sich Rapper Xatar der Polizei.
pdz sup, dpa, Paul Zinken

Zum Hintergrund: In der Nacht zum 15. August soll der 34-jährige Ibrahim U. Opfer eines eskalierten Streits unter Rappern geworden sein. Ibrahim U. gehört zum Umfeld des Rappers KC Rebell, der seit langem einen Krieg mit seinem Erzfeind Xatar führt. Er und zwei seiner Leute wurden dringend gesucht.

Nachdem das SEK in Köln mehrere Wohnungen gestürmt hatte, um dort nach den Tätern zu suchen, konnte eine Person festgenommen werden. Drei weitere werden noch gesucht. Xatar galt seitdem als verdächtig, die Tat in Auftrag gegeben zu haben.

Kaution und Meldepflicht statt Untersuchungshaft?

Der blutigen Auseinandersetzung, bei der das Opfer mit zahlreichen Messerstichen und Hammerschlägen fast umgebracht wurde, ging ein Schlichtungsversuch voraus. Ibrahim U. wurde schwer verletzt. Er wurde in seinem Fahrzeug von der Polizei aufgefunden, bei dem die Reifen aufgeschlitzt und Scheiben zertrümmert waren. U. wurde ins Krankenhaus gebracht.

Rapper Xatar hatte nach der Tat-Nacht alle Promo-Termine abgesagt und war zunächst untergetaucht. Durch seine freiwillige Stellung soll derzeit geprüft werden, ob der Rapper gegen Kaution und Meldeauflage von seiner U-Haft verschont werden kann.