Bei 30 Grad im Anhänger eingeschlossen

Kölner Polizei rettet Welpen aus illegalem Tiertransport, bevor er verdurstet

In einer Hundetransportbox lag ein 4 Monate alter Welpe  - eingekotet, augenscheinlich dehydriert und völlig apathisch.
© Polizei

30. Juni 2020 - 11:00 Uhr

Welpe in illegalem Tiertransport erst vier Monate alt

Auf der A3 bei Köln hat die Polizei einen vier Monate alten Welpen wahrscheinlich vor dem Tod bewahrt. Bei der Kontrolle eines Mercedes Sprinter fanden die Beamten den Hund in einer Transportbox im verschlossenen und unbelüfteten Anhänger. Wegen der hohen Temperaturen wäre das Tier fast verdurstet.

Illegaler Tiertransport hätte für Welpen tödlich enden können

Der kleine Welpe war völlig teilnahmslos, als die Beamten ihn fanden. Sie riefen sofort einen Tierarzt, der den Hund vor Ort behandelte. Seiner Einschätzung nach wäre eine Weiterfahrt "mit hoher Wahrscheinlichkeit tödlich gewesen", sagt die Polizei. Der Welpe ist vom Tierheim in Siegburg aufgenommen worden und ist dort in Quarantäne.

Der kleine Welpe war völlig teilnahmslos, als die Beamten ihn fanden.
Der vier Monate alte Welpe war völlig teilnahmslos, als die Beamten ihn fanden.
© Polizei Köln

Polizei beendet die Fahrt der Männer

Fahrer und Beifahrer des Mercedes durften übrigens nicht weiterfahren – unter anderem wegen fehlender Ruhezeiten und Papiere. Außerdem mussten sie eine Sicherheitsleistung von fast 3.000 Euro zahlen. Sicherheitsleistungen verlangt die Polizei, wenn Beschuldigte nicht aus Deutschland kommen. Durch sie soll ein Verfahren in Deutschland sichergestellt werden.