Nach Missbrauchsgutachten

Kölner Kardinal Woelki zieht Konsequenzen

23. März 2021 - 18:39 Uhr

Fünf Tage nach der Veröffentlichung des Missbrauchsgutachtens für das Erzbistum Köln hat Kardinal Woelki heute eigene Fehler eingeräumt.

Mehrere Bischöfe waren bereits beurlaubt worden. Jetzt kündigt Kardinal Woelki weitere Konsequenzen an. Zurücktreten will er aber nicht. Der Grund: Die Probleme würden bleiben. Ein Rücktritt wäre laut Woelki nur ein Symbol, das höchstens für eine kurze Zeit hält.

Stattdessen verspricht er, in Zukunft die Betroffenen in den Blick zu nehmen. 314 Opfer hatten die Gutachter identifiziert. Kardinal Woelki bietet allen ein persönliches Gespräch an. Außerdem will er aufräumen. Eine unabhängige Kommission aus Kirchenleuten und Laien soll Missbrauchsfälle aufarbeiten. Es soll ein System für anonyme Hinweisgeber eingeführt werden. Das Erzbistum will Akten besser führen. Und: Woelki stellt fünf Millionen Euro für Betroffene in Aussicht.