Drei Jahre und drei Monate Haft für Fußball-Chaot

Kölner Böllerwerfer muss ins Gefängnis

Prozess gegen Böllerwerfer im Rhein-Derby
Prozess gegen Böllerwerfer im Rhein-Derby
© dpa, Federico Gambarini, fgj

07. Dezember 2020 - 14:08 Uhr

Durch seine Tat wurden 22 Menschen verletzt

Auch nach der Corona-bedingten Zuschauerpause wird dieser Kölner Fußball-Chaot vermutlich längere Zeit kein Stadion mehr betreten: Drei Jahre und drei Monate muss der Böllerwerfer ins Gefängnis, der im September 2019 während des Rhein-Derbys zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach einen Böller gezündet hat. 22 Menschen wurden dabei verletzt.

Er warf einen in Deutschland verbotenen „Polenböller“

Ein Knallkoerper explodiert am Spielfeldrand, Ordner und Fotografen halten sich die Ohren. Fussball 1. Bundesliga, 4.Spieltag, 1. FC Koeln (K) - Borussia Moenchengladbach (MG) 0:1, am 14.09.2019 in Koeln/ Deutschland. ¬
Ein Knallkörper explodiert beimDeby zwischenKöln und Gladbach imSeptember 2019 am Spielfeldrand, Ordner und Fotografen halten sich die Ohren. 22 Menschen werden verletzt.
© picture alliance, dpa, SvenSimon | Anke Waelischmiller/SVEN SIMON

Der 35-Jährige zündete den in Deutschland illegalen Böller der Marke "Gorilla Bomb", einensogenannten "Polenböller", in der 83. Spielminute und warf ihn über ein Absperrgitter in den Stadioninnenraum. Bei der Detonation wurden Zuschauer, Fotografen und Stadionordner verletzt.

Der Angeklagte räumte die Tat im Prozess ein. Zudem wirft die Anklage dem Mann vor, im Oktober 2018 am Rande einer Demonstration am Kölner Hauptbahnhof den Hitlergruß gezeigt zu haben. Im August 2020 soll er einem Mann vor einem Kiosk im Kölner Stadtteil Ehrenfeld ins Gesicht geschlagen und Polizeibeamte beleidigt haben.

Mit seinem Urteil entsprach das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte auf ein mildes Urteil plädiert.