Kölner Anhänger versuchten das Stadion des FC Arsenal zu stürmen

Der Gästeblock im Stadion des FC Arsenal beim ersten Auftritt des 1. FC Köln im Europapokal seit 25 Jahren
Der Gästeblock im Stadion des FC Arsenal beim ersten Auftritt des 1. FC Köln im Europapokal seit 25 Jahren
© imago/Jan Huebner, Huebner/Hufnagel, imago sportfotodienst

15. September 2017 - 9:48 Uhr

Kölner stehen mal wieder in schlechtem Licht da

15.000 Anhänger des 1. FC Köln waren nach London zum Europa-League-Spiel beim FC Arsenal (1:3) gereist und weitgehend friedlich durch die englische Hauptstadt gezogen. Am Abend allerdings warf ein Teil mit seinem Verhalten ein ganz schlechtes Licht auf den Club, der schon seit Jahren mit Randale-Fans ein Problem hat.

Arsenal hatte Beschränkungen lange vorher angekündigt

Der FC Arsenal hatte im Vorfeld der Partie angekündigt, niemanden ohne gültiges Ticket für den Gästeblock (2.900) ins Stadion zu lassen. Das bedeutete auch, dass andere Zuschauer-Bereiche in der Arena für Kölner tabu waren. Trotzdem versuchten mindestens 50 Chaoten, sich gewaltsam Zutritt zum Stadion zu verschaffen.

Timo Horn: Das schadet dem Verein

Auch vor dem Anpfiff in der Arena kam es noch zu Auseinandersetzungen mit Ordnern, zudem wurden Bengalos gezündet. "Die Fans, die so etwas machen, schaden dem Verein", sagte Torhüter Timo Horn: "Ich hoffe, dass solche Dinge nicht mehr vorkommen." Den 'Geißböcken' dürften harte Konsequenzen seitens der UEFA drohen.

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Boulevard schreibt von der "Nacht der Schande"

All die Vorfälle hatten die Ordnungskräfte in London allerdings relativ schnell unter Kontrolle, eine echte Eskalation fand nicht statt. Dennoch wurde dieser Abend etwa in der englischen Presse unterschiedlich bewertet. Während der Boulevard von der "Nacht der Schande" berichtete, von Auswärtsfans, die beinahe eine Spielabsage provoziert hatten, und Vergleiche mit den großen Hooligan-Problemen der Achtzigerjahre zog, hatten die seriöseren Blätter das Geschehen etwas anders beobachtet.

Der 'Guardian' schrieb von einer "intensiven Fußball-Nacht, die aber nie wirklich zu kippen schien". Vielmehr hinterfragte das Blatt die Arbeit der Sicherheitskräfte. Diese seien "gewarnt" gewesen, dass Tausende Kölner kommen würden, "aber nicht vorbereitet".

Polizei nahm fünf Personen fest

Ein Sprecher des FC Arsenal bestätigte auf Anfrage des Sportinformationsdienstes, dass "Stau" im Zuge der Ticketprüfung am Ende der Hauptgrund für die Verschiebung gewesen sei, nicht die Unruhen vor dem Stadion. Die Londoner Polizei teilte letztlich mit, dass sie im Laufe des Abends fünf Fußballanhänger in Gewahrsam genommen habe.