Wechselkapariolen um Modeste

Köln verzichtete auf 75 Millionen Euro

Mit Modeste wird es beim 1. FC Köln nicht langweilig
Mit Modeste wird es beim 1. FC Köln nicht langweilig
© imago/DeFodi, Ralf Treese/DeFodi.de, imago sportfotodienst

23. Januar 2019 - 9:44 Uhr

Modeste sollte Köln in den Europapokal schießen

Der 1. FC Köln hat im Winter 2017 eine Ablöse von 75 Millionen Euro für Anthony Modeste sausen lassen. Der heutige Zweitligist verzichtete auf das Geld, um mit dem Stürmer den möglichen Einzug in den Europapokal zu schaffen.

Gerichtsverhandlung bringt geplatzten Millionen-Deal ans Licht

Die Beziehung zwischen dem 1. FC Köln und Modeste scheint eine Geschichte voller Missverständnisse zu sein. Transfer, Rücktransfer, ausstehende Gehälter, Kündigung, fehlende Spielberechtigung, gerichtliche Auseinandersetzung mit einem Spielerberater und so weiter. Der 30-jährige Stürmer und seine Gefolgschaft lassen wirklich nichts aus.

Zurzeit streiten die Geißböcke mit einem Spielerberater um eine Zahlung von 2 Millionen Euro vor Gericht. Giacomo Petralito behauptet, maßgeblich am Modeste-Transfer nach China im Sommer 2017 beteiligt gewesen zu sein. Der Club sieht das anders und zahlt nicht.

Gremien entschieden sich gegen vorzeitigen Modeste-Transfer

Anthony Modeste
Anthony Modeste trainiert zurzeit beim 1. FC Köln . Eine Berechtigung für den Club zu spielen, steht noch aus
© imago/Herbert Bucco, Herbert Bucco, imago sportfotodienst

Im Zuge dieser Verhandlung gestand Kölns Finanzboss Axel Wehrle: "Wir hatten ein Angebot über diese 75 Millionen für den Winter. Wir haben das damals mit den Gremien besprochen und uns dagegen entschieden. Wir wollten unser Ziel, das Erreichen der Europa League nicht gefährden."

Der Sprung in den europäischen Wettbewerb gelang, doch der FC ließ Modeste im folgenden Sommer für eine Ablöse von 35 Millionen Euro ins Reich der Mitte ziehen. Das Ergebnis dieses Schachzugs ist bekannt: Köln fand sich in der 2. Liga wieder.