Köln: Randalierende Abiturienten sorgen für Polizeieinsatz

In Köln musste die Polizei mehrfach ausrücken, um randalierende Abiturienten in ihre Schranken zu weisen.
In Köln musste die Polizei mehrfach ausrücken, um randalierende Abiturienten in ihre Schranken zu weisen.
© dpa, Arno Burgi

17. März 2016 - 12:25 Uhr

Den Schülern wird Körperverletzung und Vandalismus vorgeworfen

In Köln haben sich randalierende Abiturienten in der Nacht Auseinandersetzungen mit der Polizei geleistet. Offenbar feierten die Jugendlichen ihren bevorstehenden Schulabschluss ein wenig zu übermütig und zündeten Feuerwerkskörper und bewarfen Schulgebäude mit Toilettenpapier und Eiern. Es gab außerdem Schmierereien mit Kreide oder Mehl, Konfetti wurde geworfen und teilweise wurden Graffitis gesprüht.

15 Mal mussten die Beamten in der Nacht ausrücken. Den Schülern wird Körperverletzung und Vandalismus vorgeworfen. An sieben Gymnasien in der Stadt haben die Randalierer Sachbeschädigung verursacht. Es seien auch Anzeigen wegen teils gefährlicher Körperverletzung, Verstößen gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz geschrieben worden, sagte ein Polizeisprecher. Man haben Drogen, Baseballschläger und eine zur Schlagwaffe umgebaute Fahrradkette beschlagnahmt. Nach ersten Ermittlungen soll es sich bei den Unruhestiftern um rivalisierende Schülergruppen handeln, die sich gegenseitig angegriffen haben und die Schulen ihrer Gegner beschädigten.

Schon am Freitag hatten rund 50 Schüler die Polizei mit einer allzu ausgelassenen Feier in Köln auf den Plan gerufen. Nur mit einem Großaufgebot, mit Pfefferspray und Schlagstöcken konnten die Beamten einen Platz mitten in einem Wohngebiet räumen, an dem sich die Jugendlichen getroffen hatten. Einige der Schüler griffen dabei die Polizisten an, sie warfen Gegenstände und beleidigten die Beamten.

"Das hat nichts mit Feiern zu tun!", sagte der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies. "Dass Grenzen überschritten werden bei sogenannten Abi-Scherzen, das kennen wir schon seit Jahren", sagte Polizeisprecher Dirk Weber. Neu sei der diesmal frühe Zeitpunkt dieser Eskalationen. Diese Woche ist an vielen Gymnasien in Nordrhein-Westfalen die letzte Schulwoche vor dem Abitur. Um ihren Abschied zu feiern, veranstalten die Abiturienten vielerorts eine sogenannte 'Mottowoche', bei sie verkleidet zur Schule kommen.