Absperrung, Durchsuchung und Untersuchung

Köln: Möglicher Sprengsatz im Bahnhof Deutzer Feld gefunden

03. Oktober 2020 - 17:27 Uhr

Gegenstand mit Nägeln und Schwarzpulver gefüllt

Der "mögliche Sprengsatz", der in einem abgestellten Zug in Köln entdeckt worden ist, war "nicht zündfähig". Das sagte ein Polizeisprecher am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. "Es bestand keine akute Gefahr", sagte der Sprecher. Der Gegenstand habe unter anderem Nägel und eine geringe Menge Schwarzpulver enthalten. Experten des Landeskriminalamts gingen davon aus, dass selbst bei einer Entzündung etwa mit einem Feuerzeug die Nägel nur wenige Zentimeter weit geflogen wären.

Reinigungskraft entdeckte verdächtigen Gegenstand

Die "Bild"-Zeitung am Samstag unter Berufung auf die Polizei berichtete, handle es sich um eine "unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung", die sich in einem Karton befunden habe. Der sei von Spezialkräften geröntgt worden. Anschließend wurde die Vorrichtung demnach noch vor Ort unschädlich gemacht.

Eine Reinigungskraft hatte den Fund in der Nacht zum Samstag in einem abgestellten Zug am Bahnhof Deutzer Feld gemacht. An dem Betriebsbahnhof steigen keine Fahrgäste ein- oder aus. Der Bahnhof sei weiträumig abgesperrt worden, teilte die Polizei mit.

Hintergründe sind derzeit unklar

Das Areal werde noch nach möglichen weiteren verdächtigen Gegenständen durchsucht, sagte ein Polizeisprecher dem Nachrichtensender ntv. "Polizistinnen und Polizisten durchsuchen jetzt mit Unterstützung von Sprengstoffspürhunden die hier bereitgestellten Bahnen." Der Einsatz könne erst beendet werden, wenn zu 100 Prozent klar sei, dass kein weiterer verdächtiger Gegenstand deponiert sei.

Zu den Hintergründen war zunächst nichts Genaues bekannt. Bei den Ermittlungen seien sowohl die Kriminalpolizei als auch der Staatsschutz involviert, so der Sprecher. "Bild" zufolge handelte es sich bei dem Zug um eine Regionalbahn, die am Freitag von Gummersbach nach Köln gefahren war.