Polizeieinsatz nach rechten Parolen

Nazi-Eklat in Köln: Mann zeigt Hitlergruß auf offener Straße

Vor einem Imbiss in Köln brüllte ein Mann rechtsradikale Parolen und zeigte öffentlich den Hitlergruß. Foto: Instagram/frau.winzig
© Instagram/frau.winzig

03. Juli 2020 - 13:35 Uhr

Köln: Rechte Parolen und Hitlergruß auf offener Straße

Es sind verstörende Szenen, die sich aktuell in den sozialen Medien verbreiten: Ein Mann steht vor einem Kölner Imbiss, schreit rechtsradikale Parolen und zeigt den Hitlergruß. Kurz darauf wurde er von der Polizei in Gewahrsam genommen.

Ermittlung wegen Volksverhetzung

Im Hintergrund läuft das sogenannte Deutschlandlied, während ein Mann am Mittwochabend vor einem Imbiss in der Nähe des Ebertplatzes in Köln auf offener Straße den Hitlergruß zeigt. Als ihn eine Passantin anspricht, brüllt er wütend: "Scheiß Ausländer!" Weil er sich nicht beruhigen konnte, wurde er laut der Rheinischen Post (RP) vorübergehend festgenommen. Jetzt ermitteln die Behörden wegen Volksverhetzung.

Mann als Unruhestifter bekannt

Das ursprünglich vom Bündnis "Köln gegen Rechts" veröffentlichte Video verbreitete sich rasend schnell in den sozialen Medien. In den Kommentaren auf Instagram und Facebook deutete sich schnell an, dass es sich bei dem Mann um einen notorischen Unruhestifter handelt.

"Er schreit häufig vor dem Imbiss rum"

Angeblich handelt es sich bei dem Mann um einen Wiederholungstäter. "Das ist nicht zum ersten Mal passiert", so ein Augenzeuge zur RP. "Er schreit häufig vor dem Imbiss rum. Und der Laden ist auch dafür bekannt, dass dort häufig bekannte Gesichter aus der Kölner Rechten-Szene zu sehen sind."

Kölner Imbiss soll Anlaufstelle für Rechtsextremisten sein

Und auch ein Sprecher des Bündnisses "Köln gegen Rechts" bestätigte laut Rheinischer Post den Tatverdacht: "Uns ist schon seit langem bekannt, dass dieser Imbiss eine offizielle Anlaufstelle für den Begleitschutz Köln ist. Das ist eine rechtsextreme Gruppe, die aus dem Hooligan und Türsteher-Milieu stammt. Sie wird auch im neusten Verfassungsschutzbericht des Landes NRW erwähnt", heißt es in dem Bericht.