Tierquälerei in Kölner Park

Männer sollen wehrlosen Hund totgetreten haben

Zwei Männer sollen einen kleinen Hund tot getreten haben. (Symbolbild)
Zwei Männer sollen einen kleinen Hund tot getreten haben. (Symbolbild)
© deutsche presse agentur

02. September 2020 - 13:45 Uhr

Unbekannte attackieren den Hund ohne Vorwarnung

Als Coletta B. nachts mit ihrem Hund spazieren geht, kommen ihr zwei Männer entgegen. Aus dem Nichts attackieren sie das kleine Tier brutal, haben anscheinend auch noch Spaß, als sie ihm mehrere Knochen brechen. Coletta B. erleidet einen Schock. Die Tat dauert nur ein paar Sekunden. Doch für den acht Jahre alten Pablo gibt es keine Rettung – der kleine Hund stirbt, das berichtete der "Express".

"Wieder so eine Ratte"

Es ist der 21. August, als Frauchen Coletta B. mit ihrem Pablo in den Park geht. Der Tag ist heiß, deswegen habe sie bis in die Nacht gewartet, um mit dem kleinen Hund Gassi zu gehen, schreibt die Zeitung. Die 60-Jährige schlendert durch die Grünanlage in Köln-Kalk. Zwei Männer kommen ihr entgegen. Einer von ihnen habe eine Glatze, der andere seitlich rasierte Haare und einen blonden Zopf gehabt. Der Mann mit Glatze beugte sich zu Pablo herunter. "Oh wie süüüß", soll er gerufen haben. Coletta B. dachte sich nichts dabei, vermutet, dass der junge Mann ihren Liebling nur streicheln möchte, heißt es. Doch plötzlich hätte der etwa 25-Jährige das wehrlose Tier getreten und gebrüllt "Ratte, wieder so eine Ratte". Angeblich warf er Pablo mit voller Wucht auf den Boden und trat ihn. Anschließend sollen er und sein Kumpel auf dem kleinen Körper herumgesprungen sein.

Pablo hatte keine Chance

"Es dauerte nur Sekunden, dann lag Pablo regungslos da in seinem Blut", erzählt Coletta B. dem "Express". "Die feigen Männer sind weggerannt. Ich habe Pablo aufgehoben und nach Hause getragen." Verzweifelt klingelt die 60-Jährige bei einer Nachbarin. Die Frau gibt ihr Bestes, ruft eigenen Angaben zu Folge fast 50 Tierarztpraxen und den Tierschutz an, doch keiner hätte helfen wollen. Viele wollen das leidende Tier auf den nächsten Tag vertrösten oder verlangen Vorkasse. Im Stadtteil Sülz erklärt sich schließlich ein Tierarzt bereit, zu helfen.

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Geplatzte Organe und Knochenbrüche

Der Veterinär kann den sterbenden Pablo nur noch einschläfern. Neben Kiefer, Hüfte und Rippen seien fast alle Knochen gebrochen gewesen. Die Organe sind regelrecht aufgeplatzt. Der achtjährige Hund hat keine Chance. Freunde und Bekannte nehmen der mittellosen Hundebesitzerin die finanzielle Sorge und bezahlen die Rechnung über knapp 230 Euro.

„Nun hat man mir das Liebste genommen, was ich noch hatte“

Coletta B. habe Strafanzeige gegen die zwei unbekannten Tierquäler aus dem Park gestellt, heißt es. Sie hoffe, dass die Polizei die beiden Männer finden. Bislang habe sich aber niemand bei ihr gemeldet. In ihrem zu Hause hat Pablos Frauchen einen kleinen Altar für ihren Liebling aufgebaut. Daneben stehen Fotos ihres vor zwei Jahren verstorbenen Mannes. Der Hund sei ein Geschenk für sie gewesen. "Nun hat man mir das Liebste genommen, was ich noch hatte", sagt sie.