Tragödie in Köln

Mann (†69) von Rigips-Platten erschlagen: Baumarkt will für Beerdigung bezahlen

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23. Januar 2020 - 11:56 Uhr

Horror in Köln Kalker Baumarkt

Ahmet Ö. starb in der Materialausgabe eines Baumarktes, erschlagen von Rigipsplatten, die aus einem Hochregal in die Tiefe gerutscht waren. Ein Notarzt hatte noch versucht, den Rentner zu reanimieren - vergeblich. Von dem Vorfall Ende November sei man "tief geschockt", teilte "Bauhaus" mit. Man habe sich mit einem Kondolenzschreiben an die Familie des Toten gewandt - und die Übernahme der Beerdigungskosten angeboten.

Waren die Paletten nicht sachgemäß gestapelt?

Der 69-Jährige war im November in einer Bauhaus-Filiale in Köln-Kalk ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen hatte er mit Helfern Rigipsplatten aus dem Warenlager in ein Fahrzeug laden wollen. Dabei soll ein Palettenturm umgestürzt sein. Die spätere Obduktion ergab: "Polytraumatisierung". Heißt übersetzt, dass mehrere schwere Verletzungen vor allem im Kopfbereich zum Tode des Rentners geführt haben. Das Angebot von "Bauhaus" quittierte ein Familienangehöriger in der "Bild" mit den Worten, es sei eine "sehr nette Geste".

Bauhaus betonte, es handele sich um ein Hilfsangebot - kein Schuldeingeständnis. Tatsächlich ist die Schuldfrage ein Punkt, den die Staatsanwaltschaft beschäftigt. Die ermittelt noch wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung gegen Unbekannt. Geklärt werden muss, ob die Paletten zu hoch gestapelt waren und so instabil wurden.