Kobane: Menschenrechtler zählen über 1.600 Tote

Männer beobachten, wie Rauch in den Himmel über der syrischen Stadt Kobane steigt.
Seit September 2014 liefern sich IS-Extremisten und Kurden heftige Kämpfe um die Stadt Kobane.
dpa, Sedat Suna

Unter den Opfern fast 1.100 IS-Kämpfer

In der nordsyrischen Stadt Kobane sind nach Angaben von Menschenrechtlern seit Ausbruch der Kämpfe im vergangenen September mehr als 1.600 Menschen getötet worden. Die meisten Opfer seien auf Seiten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gefallen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Demnach waren unter den Toten fast 1.100 IS-Kämpfer. Außerdem seien etwa 460 kurdische Kämpfer und 21 mit ihnen verbündete Rebellen ums Leben gekommen. Zudem starben laut der Zählung auch 32 Zivilisten. Die tatsächliche Zahl der Toten dürfte jedoch noch höher liegen, erklärten die Menschenrechtler weiter.

IS-Extremisten und Kurden liefern sich seit Mitte September heftige Kämpfe um die Stadt an der Grenze zur Türkei. Die kurdischen Volksschutzeinheiten konnten laut der Beobachtungsstelle mittlerweile rund 80 Prozent der Stadt wieder unter ihre Kontrolle bringen. Der IS beherrscht aber immer noch das Umland Kobanes.