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Kobane: Kurden drängen IS immer weiter zurück

Kobane: Kurden drängen IS immer weiter zurück

Kobane: Kurden drängen IS immer weiter zurück
Die Stadt Kobane gilt als Synonym für den Kampf gegen die Terrormiliz IS (Islamischer Staat). Diese Archivaufnahme stammt vom Oktober 2014.
dpa, Sedat Suna

Verteidiger kontrollieren 85% des Stadtgebiets

Kurdische Einheiten schlagen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in der umkämpften nordsyrischen Stadt Kobane immer weiter zurück. Nach heftigen Kämpfen gelang es ihnen, einen Markt und mehrere Straßen eines Gewerbegebietes im Nordwesten der Stadt unter Kontrolle zu bringen, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete. Auf beiden Seiten habe es Tote gegeben. Luftangriffe der USA und ihrer arabischen Verbündeten hätten die Kurden unterstützt.

Die Verteidiger Kobanes kontrollierten jetzt 85 Prozent des Stadtgebietes, sagte ein Sprecher der Kurden der Deutschen Presse-Agentur. In den vergangenen Monaten hatte der IS zeitweise mehr als die Hälfte der Stadt eingenommen. Doch mit Hilfe der Luftangriffe gelang es den Kurden, die Extremisten nach und nach zurückzudrängen.

Anfang der Woche eroberten sie nach rund drei Monaten einen strategisch wichtigen Hügel im Süden der Stadt zurück. Die IS-Extremisten kontrollieren jedoch noch das Umland von Kobane. Die Stadt liegt an der Grenze zur Türkei in einer Enklave, die bislang überwiegend von Kurden bewohnt wurde.