Heidenheim verdrängt HSV von Platz 3

Knockout in letzter Sekunde: HSV-Drama reloaded

22. Juni 2020 - 6:39 Uhr

Dresdens Schicksal wohl besiegelt

Drama bis zum Schluss: Der Hamburger SV hat sich im Aufstiegsrennen auf unglaubliche Weise wieder selbst ein Bein gestellt und muss sogar um die Relegation noch zittern. Am 33. Spieltag der 2. Liga verlor der HSV verlor beim 1. FC Heidenheim durch zwei späte Gegentore mit 1:2 und musste den Rivalen auf Platz 3 vorbeiziehen lassen. Der direkte Aufstieg ist für die Hamburger somit nicht mehr möglich. Nicht mehr möglich dürfte für Dynamo Dresden trotz eines späten Sieges in Sandhausen der Klassenerhalt sein.

Heidenheimer Wahnsinn in der Schlussphase

Joel Pohjanpalo brachte die Hamburger mit seinem Blitztor 20  Sekunden nach der Halbzeitpause verdient in Führung. Wie im Vorjahr  die "Deppen von der Elbe" (Trainer Dieter Hecking) zu sein, wollte der HSV um jeden Preis verhindern. Allerdings gelang Heidenheim durch ein Eigentor von Jordan Beyer (80.) der Ausgleich, Konstantin Kerschbaumer setzte in der fünften Minute der Nachspielzeit den K.o.-Schlag.

Zum Abschluss tritt der HSV am kommenden Sonntag beim SV Sandhausen an und muss einen Punkt auf den FCH aufholen, der zum Zweitligameister Arminia Bielefeld muss.

VfB nach Kantersieg fast durch

Der VfB Stuttgart hingegen machte mit einer Torgala beim 1. FC Nürnberg den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga praktisch perfekt. Die Schwaben gewannen mit 6:0 im Max-Morlock-Stadion. Das Team von Trainer Pellegrino Matarazzo geht als Tabellenzweiter mit drei Punkten Vorsprung und einer um elf Tore besseren Tordifferenz auf Heidenheim in den letzten Spieltag. Gegner in Stuttgart ist dann Darmstadt 98. 

Für die Nürnberger geht das Zittern damit weiter. Der Vorsprung auf den Tabellen-Sechzehnten Karlsruher SC schrumpfte auf zwei Zähler. Durch die 0:6-Klatsche hat der FCN zudem auch noch ein um einen Treffer schlechteres Torverhältnis als der KSC.

Dynamo braucht ein Wunder

Dynamo Dresden ist rotz eines Last-Minute-Erfolgs nahezu abgestiegen. Zwar gewannen die Sachsen dank eines Tores von Marco Hartmann (90.) mit 1:0 in Sandhausen, dennoch ist ein Klassenverbleib nach dem zeitgleichen Remis des Karlsruher SC gegen Arminia Bielefeld (3:3) nahezu ausgeschlossen. Bei drei Punkten Rückstand haben die Dresdner vor dem letzten Spieltag die um 14 Treffer schlechtere Tordifferenz als die Badener.